Mietschema für Krypto-Miner im Kodak-Stil im Sand verlaufen

Ein Projekt zur Vermietung von Bitcoin-(BTC)-Mining-Geräten im Kodak-Stil wird nicht wie geplant stattfinden, teilte Spotlite, der Lizenzträger der Firma, BBC am 16. Juli mit.

Spotlite USA ist eine der vielen Firmen, die den Namen Kodak für ihre eigenen Produkten erworben haben, wie beispielsweise Kodak LED Lighting. Spotlite USA präsentierte den KashMiner im Kodak-Stil an Kodaks offiziellem Stand bei der CES-Technologieshow in Las Vegas im Januar.

Laut Spotlite wurde das Mining-Equipment ursprünglich entworfen, um gegen eine Vorabgebühr von 3.400 US-Dollar (etwa 2.900 Euro) an interessierte Miner vermietet zu werden. Die Kunden sollten dabei einen Teil der geminten Kryptowährungen behalten. Laut Spotlite verspricht das gemietete Equipment durch das Minen von Bitcoin Gewinne von 375 US-Dollar (320 Euro) pro Monat für zwei Jahre.

Spotlites Generaldirektor Halston Mikail hatte zwar Pläne angekündigt, Einheiten im New Yorker Hauptbüro zu installieren, allerdings teilte Kodak BBC mit, dass das System nie eine offizielle Lizenz erhalten hatte.

"Obwohl Sie Einheiten von unserem Lizenznehmer Spotlite auf der CES sehen konnten, ist der KashMiner kein lizenziertes Produkt der Kodak-Marke. Die Einheiten wurden nicht in unserer Zentrale installiert."

Das Mietschema wurden von vielen als Betrugsversuch kritisiert, dass Kunden mit falschen Gewinnversprechungen anzulocken versucht. Der Wirtschafter Saifedean Ammous sagte: "Es ist absolut unmöglich, dass Ihr magischer Kodak-Miner gleichbleibende 375 US-Dollar pro Monat schafft." Viele Kritiker suggerierten auch, dass das System die Tatsache ignoriert, dass das Minen von Bitcoin immer komplizierter wird.

Generaldirektor Mikail sagte BBC gegenüber, dass die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) Spotlite davon abgehalten hat, den Miet-Miner-Plan fortzusetzen. Er fügte hinzu, dass die Firma ihr Equipment jetzt privat in Island aufbauen wird, anstatt es zur Vermietung anzubieten.

Am 9. Januar kündigte Kodak ebenfalls Pläne an, eine eigene Kryptowährung auf der KodakOne-Plattform einzuführen. KodakOne wird es Fotografen ermöglichen, ihre Arbeit zu registrieren, Fotos zu lizenzieren und das Internet nach unerlaubten Nutzungen ihrer Arbeiten zu untersuchen. Am 30. Januar - nur einen Tag vor dem gesetzten Startdatum des Initial Coin Offerings (ICO) - verschob Kodak jedoch die Markteinführung der neuen Kryptowährung, angeblich um den Status potenzieller Investoren neu zu evaluieren.