Kraken führt Bitcoin Cash SV ein, warnt jedoch vor „extrem hohem Risiko“

Die große amerikanische Kryptobörse Kraken hat am 19. November in einem Blogeintrag verkündet, dass sie beide Versionen von Bitcoin Cash (BCH) unterstützen wird. Allerdings warnt sie ihre Kunden in diesem Zusammenhang auch vor den „vielen Warnzeichen“, die damit einhergehen.

Ursprünglich hatte Kraken lediglich ihre Unterstützung für Bitcoin Cash ABC vorgesehen, bei Redaktionsschluss ist aber auch Bitcoin Cash SV (BSV) schon für den Handel freigegeben.

Nachdem die umstrittene Hard-Fork des BCH-Netzwerks am 15. November vollzogen wurde, steht Bitcoin Cash SV im Verdacht, etwaige Attacken zu planen, um einen Mining-Zwang auszuüben, der die eigene Version bevorteilen soll. Craig Wright und seine Firma nChain scheinen festentschlossen, den Kampf um die Hash-Power für sich zu entscheiden.

Stand Montag konnte keine der beiden Seiten bisher die Oberhand gewinnen, stattdessen fiel der BCH-Kurs und Experten wie der BitTorrent Gründer Bram Cohen übten Kritik an beiden Lagern (ABC und SV).

Kraken bietet seinen Nutzern nun zwar beide Coins an, gleichzeitig benannte die Kryptobörse jedoch explizit ihre Vorbehalte.

„Bitcoin SV erfüllt NICHT die üblichen Kriterien für eine Notierung auf Kraken“, wie es dazu in der Mitteilung heißt und weiter:

„Dieser Coin (BSV) sollte als eine extrem risikoreiche Investition verstanden werden. Es gibt viele Warnzeichen, vor denen sich Anleger in Acht nehmen sollten.“

Zu diesen „Warnzeichen” zählt Kraken auch den oben genannten Mining-Zwang, wozu gesondert angemerkt wird:

„Wertverluste, die durch Attacken von nChain oder deren Partner zu Stande kommen, werden von Kraken auf die Gesamtheit aller BSV-Besitzer abgewälzt. Im Hinblick auf die Volatilität des Netzwerks und die angekündigten Drohungen, kann Kraken nicht für die Haltung von BSV garantieren.“

Wie Cointelegraph berichtet hatte, haben sich viele große Kryptobörsen dazu entschlossen, den Handel von BCH vorerst einzustellen, um die langfristige Situation der beiden rivalisierenden Blockchains abzuwarten.

Die Auswirkungen der Hard-Fork machen sich mittlerweile auf den gesamten Kryptomärkten bemerkbar. So hat Bitcoin (BTC) in den letzten 24 Stunden 5% verloren, während einige der Altcoins noch stärkere Verluste hinnehmen mussten. Ethereum (ETH) hat ganze 11% Verlust gemacht, was den Kurswert auf ein Rekordtief seit Juli 2017 absenkte.

Kraken ist unter Betrachtung des täglichen Handelsvolumens auf Platz 17 der Kryptobörsen weltweit. Bei Redaktionsschluss beträgt dieses einen Wert von 172 Mio. US-Dollar.