Liechtensteiner Blockchain-Gesetz wird auf Herbst verschoben

Die Liechtensteiner Regierung hat die für heute erwartete Präsentation ihres lange geplanten Blockchain-Gesetzes auf Herbst verschoben, meldete das Liechtensteiner Vaterland am 10. Juli.

Die Regierung hat den entsprechenden Vernehmlassungsbericht aus dem Ministerium für Präsidiales und Finanzen nicht abgesegnet. Das heißt, eine überarbeite Version des Blockchain-Gesetzes wird erst im Herbst behandelt - heute war die letzte Regierungssitzung vor dem Sommerpause.

Über die Gründe der Präsentationsverschiebung ist noch nichts bekannt. Es seien noch einige Fragen offen, hieß es dazu auf Anfrage aus dem Ministerium für Präsidiales und Finanzen.

Das im März von Regierungschef Adrian Hasler während einer Rede auf dem Finance Forum in Vaduz angekündigte Gesetz soll auf der Blockchain-Technologie basierende Geschäftsmodelle regulatorisch einbinden, um Unternehmen und Kunden Rechtssicherheit zu bieten.

In seiner Rede hatte Hasler damals in Aussicht gestellt, dass Liechtenstein das Thema Blockchain mit dem Gesetz sehr umfassend regeln wolle, um damit die Grundlage für weitgehende wirtschaftliche Anwendungen zu schaffen. Bislang unterstehen in Liechtenstein weder die Herausgabe noch die Nutzung von digitalen Währungen als Zahlungsmittel einer spezialgesetzlichen Bewilligungspflicht.

In einem Interview mit “Cointelegraph auf Deutsch” im Juni hatte Regierungschef Hasler die Zielrichtung des Gesetzes weiter präzisiert. Dieses solle eine rechtssichere Anbindung von auf Blockchain-Systemen abgebildeten Rechten und Vermögenswerte an die physische Welt ermöglichen, um Vertrauen bei Unternehmen und Bürgern in die Technologie zu schaffen.

Die Liechtensteiner Regierung zeigt sich der Blockchain-Technologie bereits jetzt sehr offen. So geht Hasler wie er in dem Interview sagte von einer “von einer Integration der Blockchain-Technologie und Kryptowährungen in den Finanzsektor aus.”

Wohin die Reise in Liechtenstein beim Banking geht, kann man in Ansätzen bereits bei der dort heimischen Bank Frick beobachten. Diese bietet bereits jetzt "Direktinvestment" und Cold Speicher für fünf Kryptowährungen an und kann durch einen Fokus auf Blockchain-Investments ein starkes Wachstum verzeichnen.