Große Bankmanager sprechen vor US-Kongress: Blockchain und Krypto ebenfalls Themen

Die Vorstandsvorsitzenden von führenden Banken haben am 10. April vor einem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses erklärt, wie sich der Bankensektor seit der Finanzkrise 2008 verändert hat. Neben vielen Themen, die alle möglichen Bereiche des Bankensektors umfassen, haben die CEOs und Gesetzgeber auch über Blockchain-Technologie und Kryptowährungen gesprochen.

In seiner Redezeit behauptete der republikanische Abgeordnete Warren Davidson, dass die Branche in eine neue Ära der Innovation eintrete. In dieser würde die Blockchain-Technologie die bestehenden Finanzsysteme und die Cybersicherheit verändern. Davidson erklärte auch, dass die USA derzeit aufgrund von Fragen hinsichtlich der Regulierungssicherheit im Rückstand seien.

Davidson wandte sich an Jamie Dimon, den Vorsitzenden und CEO von JPMorgan Chase (JPM), eines der größten Finanzinstitute in den USA. Er hob dabei hervor, dass Dimon Kryptowährungen im Jahr 2017 noch als "nicht echt" bezeichnet habe. Dieses Jahr habe JPM allerdings den "JPM Coin" enthüllt und erklärt, sie würden Kryptowährungen unterstützen, "solange sie angemessen kontrolliert und reguliert werden".

Dimon antwortete, dass die Blockchain mit der Zeit funktionieren würde. Er fügte hinzu:

"Das was daran nicht echt ist, ist die Tatsache, dass Kryptowährungen durch nichts gestützt sind. Es gibt keinen Wert dahinter, außer dem, was die nächste Person dafür zahlen würde."

Davidson wandte sich auch an den Vorsitzenden und CEO der Bank von New York Mellon, Charles Scharf. Dabei verwies er darauf, dass es auf der Webseite des Unternehmens heiße, dass die mangelnde regulatorische Klarheit die Bank davon abhalte, Depots für digitale Vermögenswerte anzubieten. Scharf sagte daraufhin:

"Kryptowährungen stecken noch in den Kinderschuhen. Sie sind heute noch nicht bedeutend genug, wenn es darum geht, sie als echte Währung einzusetzen, um Werte hin und her zu bewegen. Daher denken wir gut darüber nach, was wir tun wollen. Die größten Probleme, die uns dabei beschäftigen, beziehen sich auf Anti-Geldwäsche- und Identitätsprüfungsmaßnahmen."

Weitere Themen waren die Rolle der Banken bei der Krise auf dem Wohnungsmarkt, die Finanzierung privater Gefängnisse durch die Bank und sogar die Gleichstellungs- und Diversitätsmaßnahmen. Die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez erklärte, dass die Banken Geldbußen für unverhältnismäßig niedrige Gehälter für weibliche Mitarbeiter und Mitarbeiter, die aus ethnischen Minderheiten kommen, zahlen mussten.

Gestern haben Vertreter des US-Repräsentantenhauses, einschließlich des Abgeordneten Davidson, das Tokenbesteuerungsgesetz erneut vorgelegt. Der Gesetzesvorschlag würde Kryptowährungen von der Klassifizierung als Wertpapiere ausschließen. Das Gesetz soll eine Regulierungssicherheit für Unternehmen und Regulierungsbehörden in der US-Blockchain-Branche und Klarheit im Hinblick auf widersprüchliche staatliche Initiativen und Regulierungsentscheidungen schaffen, die Verwirrung bei diesem Thema gebracht haben.