Neue Gesetzesänderungen in Frankreich sollen Steuern auf Krypto-Einkünfte senken

Der Finanzausschuss des Unterhauses des französischen Parlaments hat Änderungen an einem Steuergesetz beschlossen, die die Steuern auf Kryptowährungsverkäufe reduzieren. Das geht aus einem Bericht der Tageszeitung Le Figaro vom Mittwoch, 7. November, hervor.

Die vom Finanzausschuss der Nationalversammlung angenommenen Änderungen beziehen sich auf einen Entwurf des Staatsfinanzgesetzes (PLF) für 2019. Wenn die endgültige Version des Dokuments von einer Mehrheit im Parlament genehmigt wird, wird die Steuer auf Krypto-Verkäufe der Kapitalertragssteuer entsprechen. Die Anhörungen sind für nächste Woche geplant.

Derzeit wird Krypto-Einkommen mit 36,2 Prozent besteuert. Wenn die Änderungen angenommen werden, beträgt der Satz ab dem 1. Januar 2019 nur noch 30 Prozent.

Die französische Regierung hat die Gesetzgebung aktiv an die neuen Technologien angepasst, darunter fallen etwa digitale Währungen und Blockchain. Präsident Emmanuel Macron sagte einmal, er wolle Frankreich zu einer "Start-up-Nation" machen. Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno le Maire behauptete, dass das Land bereit für eine "Blockchain-Revolution" sei.

Im September gab le Maire bekannt, dass die Regierung einen rechtlichen Rahmen für Initial Coin Offerings (ICO) akzeptiert habe. Laut der neuen Regulierung darf die französische Börsenaufsicht, die Autorité des marchés financiers (AMF), Lizenzen an Unternehmen vergeben, die Kapital über ein ICO aufbringen wollen. Das Gesetz umfasst auch mehrere Schutzmaßnahmen für Investoren.

Indessen ist die Regierung immer noch dabei, PACTE - den Aktionsplan für Unternehmenswachstum und -umwandlung - abzuschließen. Der Gesetzentwurf enthält einige relevante Änderungen für den französischen Rechtsrahmen in Bezug auf Krypto-Vermögenswerte und ICOs.