Report über Kryptobesitz: Mehrheit der

Dalia Research hat am 9. Mai auf Medium einen Bericht über den aktuellen Stand der weltweiten Adaptation von  Kryptowährungen veröffentlicht. Der Bericht zeigt Unterschiede in Bezug auf Krypto-Besitz und Wissen in Bezug auf Bildung, Geschlecht und Nationalität auf.

Die Analyse versuchte mit einer Umfrage unter über 29.000 Internetnutzern in 8 Ländern mit den größten Kryptowährungsmärkten (USA, Großbritannien, Deutschland, Brasilien, Japan, Südkorea, China und Indien) die Verbreitung von Wissen, Kaufabsicht und Besitz zu Kryptowährungen zu ermitteln.

Die Umfrage ergab, dass zwar durchschnittlich 75 Prozent der Menschen weltweit Kryptowährungen "kennen", aber nur 50 Prozent der Befragten gaben dazu positive Antworten ab.

In Südkorea (87 Prozent, 60 Prozent) und Japan (83 Prozent, 61 Prozent) waren sowohl das Bewusstsein als auch das Wissen über Kryptowährungen am höchsten.

Die Forscher fanden heraus, dass im Durchschnitt nur 4 Prozent der Menschen, die nicht bereits Krypto besitzen, in den nächsten 6 Monaten investieren wollen. Japan und Südkorea lagen bei der Kaufabsicht am niedrigsten: Nur 3 Prozent bzw. 2 Prozent betrag diese dort.

Im Durchschnitt war der Anteil der Befragten, die Kryptowährungen besitzen, höher als der Anteil derjenigen, die eine Kaufabsicht haben. Japan lag mit 11 Prozent an der Spitze, verglichen mit durchschnittlich 7 Prozent weltweit. China, das eine Flut von drakonischen Maßnahmen gegen Kryptowährungen erlebt hat, hatte mit 3 Prozent die niedrigste Eigentumsquote. Die Analysten geben an, dass eine höhere Eigentumsquote gegenüber der Absicht, von Nicht-Eigentümern zu kaufen, darauf hindeuten könnte, dass "eine Mehrheit der Early Adopters bereits an Bord ist".

Der Bericht enthüllte auch ein Geschlechtergefälle von 11 Prozent zugunsten von Männern, wenn es um Kenntnisse bei Kryptowährungen geht. Großbritannien, die USA und Deutschland wiesen mit 19 Prozent höhere geschlechtsspezifische Unterschiede auf als die asiatischen Länder, die alle "einstellig" waren. Der Trend in Bezug auf Krypto-Eigentum hält an: In den USA betrug das Geschlechtergefälle 13 Prozent gegenüber 4 Prozent in China und Indien.

Die Umfrage zeigte auch, dass höhere Bildungsniveaus mit einem höheren Grad an Kryptobesitz (12 Prozent hohe Bildung vs. 4 Prozent niedrige Bildung) sowie mit der Kaufabsicht und dem Wissen über Kryptowährungen korrelieren (67 Prozent hoch vs. 33 Prozent niedrig).

Die Ergebnisse von Dalia Research scheinen sich innerhalb weniger Prozentpunkte mit früheren Erhebungen zu decken. Im April fand eine japanische Publikation für Geschäftsleute heraus, dass 14 Prozent der japanischen Männer im Alter von 25 bis 30 Jahren Kryptowährungen besitzen. Eine Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien ergab im Februar, dass 64 Prozent der Deutschen Bitcoin "kennen".

Der Report passt auch zu pessimistischen Äußerungen des ansonsten gegenüber Bitcoin positiv eingestellten Wall Street-Analysten Nick Colas von letzter Woche zu einer baldigen Kryptoadoption durch den Mainstream. Er wies auf schwache Indikatoren zum öffentlichen Interesse hin, darunter weniger Bitcoin-Google-Suchen und ein geringes Wachstum bei Krypto-Wallets.

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