Nordkorea unterstütze dieses Jahr angeblich zwei Krypto-Betrüge

Laut einem neuen Bericht der US-amerikanischen Sicherheitsfirma Recorded Future, der am 25. Oktober veröffentlicht wurde, hat die nordkoreanische Regierung mindestens zwei betrügerische Coins unterstützt.

In dem Bericht mit dem Namen “Shifting Patterns in Internet Use Reveal Adaptable and Innovative North Korean Ruling Elite”, ein Entwicklungsteam zwei angebliche Altcoin-Betrügereien mit Verbindungen nach Nordkorea erwähnt.

Die erste betrügerische Coin, die angeblich von Nordkorea unterstützt wird, heißt Interstellar Coin und wurde im Juni 2018 von der Insikt Group erstellt. Die Coin wurde Berichten zufolge mehrmals umbenannt, wobei verschiedene Namen wie HOLD, HUZU oder Stellar verwendet wurden. Letzteres sollte nicht mit dem XLM-Token verwechselt werden.

Dem Bericht zufolge wurde die HOLD-Münze an einer Reihe von Kryptobörsen gelistet und wieder entlistet, was schließlich die Anleger in einen Betrugssystem zog.

Die zweite Coin, die den Namen Marine Chain Coin trug, wurde im August 2018 in ein "paar Bitcoin-Foren" entdeckt. Die Coin, die angeblich die Tokenisierung von Seeschiffen für mehrere Nutzer und Besitzer ermöglichte, wurde vom Staat Ontario als betrügerisch bezeichnet.

Eine Menge Nutzer beschwerten sich über den Verlust von Zehntausenden von Dollars und Betrügereien auf der Website, die seit ihrer Registrierung an vier verschiedenen IP-Adressen gehostet wurde. Einige Benutzer wiesen darauf hin, dass die Website marinebank.io ein nahezu spiegelbildliches Bild einer anderen Website war.

April 2018 Screenshots von Marine-Kette [.] Io und Reeder [.] Io. Quelle: Recorded Ruture

April 2018 Screenshots von Marine-Kette [.] Io und Reeder [.] Io. Quelle: Recorded Ruture

In früheren Untersuchungen stellte die Insikt Group fest, dass die nordkoreanischen Führer sowohl Bitcoin (BTC) als auch die Datenschutz orientierten Altcoin Monero (XMR) entweder in begrenztem Umfang oder "relativ klein" abbauten.

Anfang dieses Jahres veröffentlichte Recorded Future einen Bericht, in dem die möglichen Verbindungen von großen Kryptobörsen-Hacks mit der nordkoreanischen Cyberkriminalitätsgruppe Lazarus untersucht wurden. Insikt bemerkte die mögliche Beteiligung der Gruppe an dem Hackerangriff des südkoreanischen Bithumb Kryptowechselwerks, nach früheren Vorwürfen, die Youbit-Börse zu hacken.

Letzte Woche berichtete Cointelegraph, dass Lazarus seit Anfang 2017 500 Millionen Euro an Kryptowährungen gestohlen hat. Laut der Cyberkriminalitätsgruppe Group-IB erreichte der Gesamtbetrag aller bestohlenen Online-Kryptobörsen zwischen 2017 und 2018 774 Millionen Euro.