PwC berät dezentralisierten Kreditgeber bei Herausgabe von Stablecoin

Der Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers (PwC) geht eine Partnerschaft mit der dezentralisierten Finanzierungsplattform Cred ein, um technische Beratung bei der Herausgabe von deren US-Dollar gestütztem Stablecoin zu leisten. Dies verkündete das Unternehmen am 8. Oktober in einer entsprechenden Mitteilung.

In der Ankündigung gibt die Wirtschaftsberatung an, dass die neue Partnerschaft beabsichtigt, den Markt der US-Dollar gebundenen Kryptowährungen zu stärken, indem man mehr Vertrauenswürdigkeit schafft.

PwC preist ihren Service als Lösung für die großen, bestehenden Probleme des Stablecoin-Marktes an, darunter besonders ein Mangel an Transparenz und „Absicherung“, die bisher viele Anleger zurückschrecken lassen.

Im Rahmen der neuen Kooperation möchte die Beratungsfirma eine „wichtige Perspektive zur Durchsetzung von Standards“ eröffnen, damit „transparentere Anlagemöglichkeiten“ geschaffen werden können. So heißt es in der Mitteilung weiter:

„Viele Anleger wünschen sich Krypto-Wertanlagen, die an eine stabile Fiat-Währung gebunden sind, allerdings benötigen diese Anlagen einen gesonderten Ledger, der speziell für dezentralisierte Wertmittel gebaut ist, damit es 100%ige Transparenz und Wertabsicherung gibt.“

Des Weiteren will das Unternehmen seinen Kunden nützliches Fachwissen in den Bereichen Steuerung, Sicherheit und Risikomanagement zur Verfügung stellen. Grainne McNamara, Leiter der amerikanischen Blockchain und Krypto-Abteilung von PwC, gibt an, dass der neue Stablecoin ein Versuch ist, der Entwicklung „einer schnell aufkeimenden Anlageklasse“ einen Anschub zu geben, damit diese sich „bequem entfalten“ kann.

Im September hatte der amerikanische Risikokapitalgeber Andreessen Horowitz 15 Mio. US-Dollar in das Blockchain-Startup MakerDAO (MKR) investiert. Diese Firma stützt wiederum den US-Dollar gebundenen Stablecoin Dai (DAI).

Im selben Monat hatten die Winklevoss-Zwillinge, Gründer der Krypto-Handelsplattform Gemini, zuvor eine Erlaubnis von den New Yorker Behörden erhalten, ihren eigenen USD-Stablecoin herausgeben zu dürfen. Anschließend wiesen Sicherheitsexperten darauf hin, dass der sogenannte Gemini-Dollar (GUSD) dem Gemini-Depot erlaubt, jegliche Transaktionen auf dem GUSD-Netzwerk innerhalb von 48 Stunden vollumfänglich zu ändern.

Zuvor hatte Cointelegraph berichtet, dass die vier großen Wirtschaftsberatungen (darunter PwC) langfristige Pläne für Blockchain geschmiedet haben, um sich auch an der Spitze dieser Branche zu etablieren.