Bericht: Craig Wright verklagt Roger Ver wegen Verleumdung

Der australische Informatiker Craig Wright hat Roger Ver, den Geschäftsführer von Bwitcoin.com, wegen Verleumdung verklagt, wie ein Bericht von Decrypt am 2. Mai bekanntgibt.

Laut Bericht soll Ver in einem YouTube YouTube-Video über Wright gesagt haben, dass dieser „ein Lügner und ein Betrüger“ sei. Das betreffende Video wurde von YouTube mittlerweile allerdings wieder gelöscht. Craig Wright sah diese Behauptungen als Anlass, Klage einzureichen. Ver hat gegenüber Decrypt angekündigt, nun rechtlich dagegen vorzugehen.

Wright hat zuvor schon mehrerer Rechtsstreite gegen Personen aus der Kryptobranche angestrengt, da er angibt, Bitcoin-Urvater Satoshi Nakamoto zu sein, was die Community wiederum vehement ablehnt.

Wie Cointelegraph berichtete, hatte Wright im April ebenfalls eine Klage wegen Verleumdung eingereicht, damals gegen den Podcast-Moderator Peter McCormack, der in seiner Sendung bestritt, dass Wright tatsächlich Nakamoto ist. Mit der Klage soll erreicht werden, „McCormack davon abzuhalten, zukünftig weiter zu behaupten, dass Wright nicht hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto steckt“.

Trotz seiner heftigen Kritik an Wright zeigte sich Ver gegenüber Decrypt milde, so sagte er, dass er die Initiative zur De-Notierung von Bitcoin SV, der von Wright geschaffenen Kryptowährung, nicht als Protestform unterstützt. Dahingehend erklärt er:

„Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist. Wenn die Leute die Kryptowährung handeln wollen, dann sollten sie in der Lage sein, die Kryptowährung zu handeln. Dies ist ein freier Markt und eine freie Welt. Wenn jemand Bitcoin SV handeln will, kann er oder sie das ruhig machen.“

Unterdessen muss sich Wright auch selbst vor Gericht verantworten. Wie Cointelegraph im Februar 2017 berichtet hatte, wurde Wright in Florida verklagt, da er Verträge gefälscht haben soll, durch die er sich 1,1 Mio. Bitcoin zusichern konnte. Der Rechtsstreit hat einen heutigen Wert von 4 Mrd. US-Dollar.