Ripple-Geschäftsführer: „Nur 1 Prozent aller Kryptowährungen wird überleben“

99 Prozent aller Kryptowährungen werden irgendwann wertlos sein, wie Ripple Geschäftsführer Brad Garlinghouse vermutet.

Zu viele Kryptowährungen am Markt?

In einem Bloomberg Interview vom 5. November erklärt Garlinghouse, dass es momentan schlicht zu viele verschiedene Kryptowährungen gibt, weshalb er davon ausgeht, dass letztendlich nur 1 Prozent davon übrigbleiben wird.

Die kleine verbleibende Anzahl an Krypto-Projekten, die sich letztendlich durchsetzen, werden laut Garlinghouse einen revolutionären Charakter haben, da sie einen wirklichen Mehrwert für ihre Nutzer schaffen, was ihnen wiederum helfen wird, einen bedeutsamen Marktanteil zu erlangen.

Krypto-Hype hat inflationäres Angebot verursacht

Laut Garlinghouse ist die inflationäre Anzahl an Kryptowährungen momentan dadurch entstanden, dass es einen regelrechten Hype um die Branche gibt.

Wie der Ripple CEO erklärt, gibt es zurzeit mehr als 3.000 verschiedene Kryptowährungen, wovon jedoch nur wenige einen tatsächlichen Mehrwert für ihre Nutzer haben. Dementsprechend schlussfolgert Garlinghouse, dass viele dieser Krypto-Projekte in der Zukunft untergehen werden, so sagt er:

„Immer, wenn ein neuer Markt entsteht, stürzen sich viele Leute hinein, um zu beweisen, dass sie mit ihrem Produkt ein tatsächliches Problem lösen und einen Mehrwert schaffen können, aber […] ich hatte in der Vergangenheit schon prognostiziert, dass wahrscheinlich 99% aller Kryptowährungen irgendwann wertlos sein werden.“

Garlinghouse kritisiert SWIFT

Im weiteren Verlauf des Interviews kritisierte Garlinghouse auch die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) der er eine zu hohe Volatilität bei der Abwicklung von Transaktionen vorwirft.

Dabei verweist er auf einen Artikel von Ripple, indem das Unternehmen berechnet, dass die firmeneigene Kryptowährung XRP bei der Abwicklung von Zahlungen lediglich „einem Zehntel der Volatilität einer durchschnittlichen SWIFT-Zahlung ausgesetzt ist“.

Im Juli 2019 hat SWIFT wiederum bekanntgegeben, bei der Abwicklung von internationalen Zahlungen in Asien einen neuen Rekord von durchschnittlich 25 Sekunden aufgestellt zu haben, wobei die kürzeste Transaktionszeit lediglich 13 Sekunden betragen haben soll.

Die entsprechenden Zahlungen wurden zwischen der SWIFT Global Payments Innovation Plattform und der in Singapur beheimateten Zahlungsplattform FAST getätigt. Wie zuvor berichtet, will SWIFT auch Blockchain-Unternehmen zukünftig eine Nutzung ihrer GPI Plattform ermöglichen.