Zweitgrößtes Fintech-Startup der USA beantragt offizielle Banklizenz

Robinhood, eine Handelsplattform für Aktien und Kryptowährungen, hat eine amerikanische Banklizenz beantragt, wie S&P Global Market Intelligence am 19. April berichtet.

Laut offizieller Mitteilung hat Robinhood den entsprechenden Antrag bei der Aufsichtsbehörde für Kreditinstitute (Office of the Comptroller of the Currency) gestellt. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, zukünftig auch traditionelle Banking-Dienstleistungen anbieten zu dürfen.

Das Bankgeschäft wäre eine sinnvolle Ergänzung der Robinhood Trading-Plattform, die hauptsächlich über die dazugehörige App für Smartphones und Desktop-PCs erreichbar ist. Im vergangenen Jahr haben hier mehr als 5 Mio. Nutzer mit Kryptowährungen gehandelt.

Schon im Dezember 2018 wollte Robinhood Girokonten und Sparkonten für amerikanische Kunden anbieten. Damals wurde behauptet, dass etwaige Einlagen bis zu einer Höhe von 250.000 US-Dollar versichert wären, allerdings stellte sich später heraus, dass die angegebene Versicherungsleistung lediglich für Wertpapiere galt. Daraufhin wurden diese Pläne zunächst aufgegeben.

Anschließend wurden die besagten Verwahrungsdienstleistungen dann aber in „Cash Management“ umgetauft, wobei auf eine Absicherung der Einlagen verzichtet werden sollte. Robinhood geriet dadurch jedoch in die Kritik, da US-Politiker der Plattform unterstellten, dass sie die fehlende Absicherung absichtlich gegenüber den Kunden verschleiern würde.

Wie Cointelegraph im letzten Jahr berichtet hat, plant das Unternehmen einen baldigen Börsengang. Derzeit hat die Plattform einen Marktwert von 5,6 Mrd. US-Dollar, nachdem weiteres Investitionskapital eingesammelt werden konnte. Damit ist Robinhood das zweitgrößte Fintech-Startup der USA.