Russische Sachbearbeiter schlagen laxere ICO-Regulieren und Steuervergünstigungen für Kryptowährungen vor

Russische Sachbearbeiter haben einige Ergänzungen zu dem Gesetzesentwurf für "digitale, finanzielle Vermögenswerte" vorgelegt und im Zuge eines Treffens des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung der Russischen Föderation am 27. Februar vorgetragen. 

Zu den wichtigsten Änderungsvorschlägen gehört der Antrag auf eine Steuervergünstigung für digitale Währung- und Vermögenswerte sowie die Verzehnfachung des Limits bei Initial Coin Offerings (ICO) - von anfänglich 50.000 auf 500.000 Rubel, was einem Gegenwert von rund 7.300 Euro entspricht.

Die Arbeitsgruppe möchte außerdem, dass es russischen Investoren in digitale Anlagen erlaubt wird, Konten bei ausländischen Krypto-Börsen aufzumachen und ICO Tokens von außerhalb Russlands zu kaufen. Umgekehrt soll es außländischen Investoren erlaubt werden, in russische ICO-Projekte zu investieren.

An dem Treffen nahmen auch Vertreter des russischen Ministeriums für Kommunikation und Massenmedien (Minkomsvyaz) teil, welches kurz zuvor ein Dokument mit den offiziellen Regeln für ICO-Projekte veröffentlicht hatte.

Ebenfalls anwesend waren unter anderem das Justizministerium, die Zentralbank und der Föderale Antimonopoldienst Russlands (FAS). Die Vorschläge liegen aktuell der zuständigen Regierungskommission vor. Das Finanzministerium, welches den Gesetzentwurf für "digitale, finanzielle Vermögenswerte" am 25. Januar 2018 vorgelegt hatte, nahm an dem Treffen nicht teil .

Erst vor kurzem hatte das Moskauer Schiedsgericht entschieden, dass digitale Währungen nicht als Vermögenswerte zur Schuldenbegleichung anerkannt werden können, da Kryptowährungen in Russland noch immer nicht eindeutig definiert sind.

Wie Cointelegraph auf Deutsch am Donnerstag, den 1. März, berichtete, sind währenddessen die deutschen Behörden zu der Entscheidung gelangt, Transaktionen in Kryptowährungen von Steuern zu befreien, wenn diese als Zahlungsmittel fungieren.