Südkorea: Finanzregulator

Ein südkoreanischer Blockchain-Forscher hat beim Finanzforum in Seoul 2018 die Handhabung der Regierung im Bezug auf die Regulation der Technologie kritisiert, wie lokale Medien am 29. Mai berichten.

An Lee Geun-woo, den Leiter des südkoreanischen Finanzaufsichstsdienstes (FAD), gerichtet sagte Park Sung-joon, Leiter des Blockchain-Forschungszentrums der Dongguk Universität, dass unterschiedliche Ansätze zu Kryptowährung und Blockchain sinnlos sind.

Das eine - so seine Argumentation - kann nicht sinnvoll ohne das andere existieren:

"Im digitalen Wertanlagenhandelsmarkt können virtuelle Währungen und Blockchains nicht separiert werden, da diese die angemessene Zahlungsform benötigen."

Lee Geun-woo antwortete, indem er sagte:

"Ich sympathisiere mit den Worten von Park Chan-hee und ich werde seine Vorschläge an die Finanzautoritäten weiterleiten."

Die hochrangige Befürwortung einer geebneten Landschaft für beide Formen der kryptographischen Technologie ist ein weiterer Schritt in der zunehmenden Gegenreaktion gegen den Blockchain-Hype.

Innerhalb der Kryptowährung-Industrie hatte Andreas Antonopoulos, Krypto-Lehrer und Sprecher, im April vor dem Konzept von Blockchain ohne die Vorteile eines dezentralisierten Kryptowährung-Netzwerkes gewarnt und als "eine sehr schlaue Datenbasis" bezeichnet.

Auf der anderen Seite der Grenze haben chinesische Autoritäten unterdessen Pläne verfasst, ein Rating für Blockchain-Projekte zu entwickeln und im Zuge dessen bereits 26 Kryptowährungen Anfang des Monats bewertet.

Gleichzeitig suggerieren Regierungsforscher, dass Blockchain-Projekte allgemein wenig erfolgreich sind und durchschnittlich nur 15 Monate überleben.

Koreas regulatorischer Hammerschlag, der in 3. Quartal 2017 begann, hat bisher für steuerliche Anforderungen für Krypto-Börsen und ein Verbot des anonymen Handelns und von ICOs gesorgt. Gesetzesmacher schlagen aktuell jedoch offiziell vor, diesen abzumildern.

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