Südkorea: Zentralbank wird keine eigene Digitalwährung herausgeben

Die südkoreanische Zentralbank, die Bank of Korea (BOK), hat angekündigt, dass sie in naher Zukunft keine Zentralbank-gesteuerte Digitalwährung (CBDC) herausgeben wird, wie die englischsprachige Zeitung Korea Herald am 29. Januar berichtet.

Im Rahmen einer Studie ist die Zentralbank zu dem Ergebnis gekommen, dass die Herausgabe einer CBDC derzeit nicht notwendig ist. Eine anonyme Quelle aus der BOK bestätigte gegenüber dem Korea Herald, dass die Studie einen erweiterten Blick auf soziale und rechtliche Implikationen einer solchen CBDC geworfen hat. In diesem Zusammenhang sagte die Quelle:

„Wir haben auf kurze Sicht keinerlei Pläne für eine CBDC, die öffentlich zugänglich ist. Zunächst müssen wir daran arbeiten, dass Kosten und Nutzen einer Zentralbank-Digitalwährung im angemessenen Verhältnis stehen.“

Nichtsdestotrotz soll die Bank Of Korea beabsichtigen, weitere umfangreiche Studien zum Thema durchzuführen.

Eine CBDC ist eine Digitalwährung, die von einer Zentralbank herausgegeben wird und den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels besitzt. In ihren Eigenschaften ähnelt sie den normalen zentralisierten Fiat-Währungen

In einer neuen Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) — die sich wiederum aus 60 Zentralbanken der ganzen Welt zusammensetzt — wurde herausgefunden, dass 70% aller Zentralbanken ihren eigenen Untersuchungen über CBDCs anstellen.

Lediglich fünf der untersuchten Zentralbanken sollen tatsächlich eine Testphase für die Herausgabe einer CBDC gestartet haben, darunter die Zentralbanken aus den Ländern Schweden und Uruguay.

Eine Analyse von Cointelegraph hatte zuletzt aufgezeigt, wie die verschiedenen Regierungen und Zentralbanken der Welt das Thema CBDC angehen.