Der vom ehemaligen FTX-Chef Sam Bankman-Fried (SBF) hat inzwischen den Kreis geschlossen und nun auch dessen Eltern – Juraprofessoren an der renommierten Elite-Universität Stanford – getroffen.
So muss Joseph Bankman jetzt seine Vorlesung im Steuerrecht für das Wintersemester streichen, wie The Stanford Daily berichtet. Diese Entscheidung steht wohl im Zusammenhang mit dem Vorwurf, dass Bankman mit den Geldern der FTX ein Ferienhaus im Wert von 16,4 Mio. US-Dollar erworben haben soll.

Barbara Fried wird wiederum erst gar nicht mehr auf dem aktuellen Lehrplan der Universität geführt. Die Mutter von SBF hatte in diesem Kontext zwar angegeben, dass sie ohnehin „schon länger“ ihren Ruhestand plant, gegenüber dem The Stanford Daily räumt sie allerdings ein, dass sie auf eine baldige Rückkehr als Lehrkraft „hofft“. Besonders wegen ihren engen Verbindungen zur Demokratischen Partei und den massiven Spenden ihres Sohnes an ebendiese, ist Fried unter Druck geraten.
Der Schaden, den Sam Bankman-Fried im Leben vieler FTX-Kunden angerichtet hat, holt ihn inzwischen also auf familiärer Ebene höchstselbst ein. Erschwerend kommen immer neue Vorwürfe und Streitereien hinzu, so soll SBF im Zuge der drohenden Insolvenz probiert haben, den Kryptomarkt als Ganzes zu destabilisieren. Wegen dem geplatzten Übernahmedeal mit der Binance kam es vor wenigen Tagen dann sogar zum Twitter-Zoff mit Changpeng (CZ) Zhao, dem CEO der konkurrierenden Plattform.
Am 9. Dezember hat Bankman-Fried in Aussicht gestellt, dass er im Rahmen einer parlamentarischen Anhörung in den USA aussagen wird.
1) I still do not have access to much of my data -- professional or personal. So there is a limit to what I will be able to say, and I won't be as helpful as I'd like.
— SBF (@SBF_FTX) December 9, 2022
But as the committee still thinks it would be useful, I am willing to testify on the 13th. https://t.co/KR34BsNaG1
Zuvor hatte er eine dahingehende Frist noch verstreichen lassen, wobei er argumentierte, dass er sich zunächst erst einen Überblick über die Lage und die Hintergründe des Zusammenbruches seiner Kryptobörse machen müsse.
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