Savedroid: Übernahme bringt Krypto-Fintech an die Börse

Das Frankfurter Krypto-Fintech Savedroid hat durch eine Übernahme ein Börsen-Listing erreicht. Wie faz.net am 2. Oktober berichtete, wurde das Unternehmen komplett von der Advanced Bitcoin Technologies AG (ABT) übernommen.

Listing an der Börse Düsseldorf

Bei der an der Düsseldorfer Börse unter der Wertpapierkennnummer A2YPJ2 gehandelten ABT-Aktie handelt es sich um Anteile einer erst seit dem 4. Juli existierenden Aktiengesellschaft der Savedroid-Gründer. CEO Yassin Hankir, Technikchef Tobias Zander und der für das operative Geschäft verantwortliche Joachim Brockmann sind auch Miteigner und Vorstand von Savedroid. 

Wie die ABT-Webseite verrät, befinden sich nur 10,2 Prozent der Aktien in Streubesitz. Mit der kompletten Übernahme von Savedroid handelt es sich praktisch um ein sogenanntes Mantelgeschäft. Mantelgeschäfte werden dazu genutzt, existierende Unternehmen per “Back Door Listing” durch eine Übernahme an die Börse zu bringen.

Dies bestätigte CEO Yassin Hankir gegenüber faz.net. Man “wolle mit diesem Schritt zum einen den Zugang zum Finanzmarkt eröffnen und zum anderen das Vertrauen der Anleger in das Startup stärken”, sagte der Savedroid-Gründer.

Kritik an Geschäftsgebahren

Savedroid war zuletzt wegen einer möglichen Übertreibung seines angeblich rund 40 Millionen Euro schweren Initial Coin Offerings (ICO) in die Kritik geraten. Ein umstrittener PR-Stunt hatte in 2018 bereits für Unsicherheit unter den Savedroid-Anlegern gesorgt. Savedroid-Gründer Yassin Hankir hatte damals sein Verschwinden nach Ägypten und die Veruntreuung der ICO-Einnahmen vorgetäuscht, um Aufsehen zu erregen.

Savedroids Token wird laut Etherscan aktuell Aufgrund mit einem Wert von 0,0002 US-Dollar gehandelt, was gegenüber dem Ausgabepreis von 0,001954 US-Dollar pro Token einem Wertverlust von 90 Prozent entspricht.