Fake-Briefe der US-Steuerbehörde bitten Krypto-Anleger zur Kasse

Angebliche Schreiben der US-Steuerbehörde IRS sollen Krypto-Anleger zu Zahlungen an Betrüger verleiten.

Laut einem am 5. August von Forbes veröffentlichten Bericht versuchen Betrüger mit gefälschten Briefen von der bei vielen noch unklaren Rechtslage zur Besteuerung von Krypto-Aktivitäten zu profitieren. In den Schreiben werden Krypto-Anlegern Zwangsmaßnahmen angedroht.

Fake-Abmahnungen

In den gefälschten Abmahnungen heißt es unter anderem, dass ein Haftbefehl gegen den Empfänger wegen seiner unbezahlten Steuerverpflichtungen geltend gemacht wurde. Sollte nicht umgehend eine Zahlung erfolgen, so behaupten die Betrüger, könne dies zu einer Verhaftung oder anderen strafrechtlichen Maßnahmen führen.

Manche der gefälschten Briefe nutzen tatsächliche Informationen über die Steuerschulden der Empfänger - wie z.B. gegen diese erhobene Pfandrechte -, was den Eindruck der Echtheit weiter verstärkt.

Wie Forbes feststellt, sind jedoch steuerrelevante Daten wie Pfandrechte öffentlich zugänglich. Deshalb gebe es keinen Grund, diesen Briefen deshalb besonderes Vertrauen entgegenzubringen.

Ein Scam-Brief soll den Empfänger vor Steuern warnen, die dem so genannten "Bureau of Tax Enforcement" geschuldet sind - einer nicht existierenden Agentur, wie das IRS selbst bereits warnte.

Abgesehen von diesen Briefen fordern Diebe auch Zahlungen per Telefon - eine weitere Praxis, die, wie Forbes feststellt, vom IRS nie genutzt wird. Außerdem werde die Agentur niemals damit drohen, weder schriftlich noch telefonisch, Steuerzahler festzunehmen oder abzuschieben.

Erkennungsmerkmale gefälschte IRS-Schreiben

Um Steuerzahlern zu helfen, hat Forbes eine Liste von Merkmalen veröffentlicht, mit denen echte IRS-Briefe von Fälschungen unterschieden werden können.

Diese umfassen die Angabe einer Notiz oder Briefnummer, die Verwendung eines Regierungsumschlags und eines IRS-Siegels, eine 1-800er Kontaktnummer für die Behörde, eine Notiz über die verkürzte Steueridentifikationsnummer des Empfängers sowie die betreffenden Steuerjahre.

Wie vor kurzem berichtet, häufigen sich solche Betrügereien zu einem Zeitpunkt, an dem der IRS tatsächlich Briefe an Kryptoinvestoren schickt, um ihnen Anforderungen an die Einreichung von Krypto-Steuererklärungen zu erklären und sie in bestimmten Fällen zu zwingen, Steuern zu zahlen.

Einige Steueranwälte gehen jedoch davon aus, dass diese jüngste Welle von echten IRS-Briefen wahrscheinlich eine pauschale Kampagne der Agentur ist und nicht auf tatsächlichen Steuerdaten der jeweiligen Empfänger basiert.