SEC-Vorsitzender: Bitcoin kein Wertpapier - Großteil der ICOs wahrscheinlich schon

Jay Clayton, der Vorsitzende der US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC), glaubt, dass Bitcoin (BTC) kein Wertpapier ist, da er als Ersatz für souveräne Währungen fungiert. Das geht aus einem Bericht von CNBC von heute, 6. Juni, hervor.

Clayton sprach über die "unglaublich vielversprechenden" Distributed-Ledger-Technologien, die die Effizienz auf den Märkten steigern, und erläuterte im heutigen CNBC-Interview seine Gedanken zu Kryptowährungen, die "Ersatz für souveräne Währungen" seien:

"Ersetzen Sie den Dollar, den Yen, den Euro mit Bitcoin. So eine Währung ist kein Wertpapier."

Clayton hat sich zwar, abgesehen von Bitcoin, nicht zu bestimmten Vermögenswerten und ihrem Status als Wertpapiere geäußert, aber erklärte weiter, dass er lediglich Token, die als digitale Vermögenswerte fungieren, als Wertpapiere betrachtet:

"Ich gebe Ihnen mein Geld und Sie gehen damit weg und machen Geschäfte damit. Und als Gegenleistung dafür, dass ich Ihnen mein Geld gebe, sagen Sie: 'Wissen Sie was, ich gebe Ihnen dafür eine Rendite.' Das ist ein Wertpapier, und das regulieren wir. Wir regulieren das Angebot dieses Wertpapiers, und wir regulieren den Handel damit."

Auf die Frage, ob Initial Coin Offerings (ICOs) Wertpapiere seien, sagte Clayton gegenüber dem Interviewer Bob Pisani von CNBC: "Bob, das habe ich gerade getan."

Clayton fügte hinzu, dass die SEC es nicht unterstützen wird, die Definition eines Wertpapiers zu ändern, nur um die ICO-Community zu unterstützen. Sie werde "nicht gegen die traditionelle Definition eines Wertpapiers verstoßen, die seit langem schon gut funktioniert".

Der SEC-Vorsitzende hatte zuvor die Distributed-Ledger-Technologie, Blockchain zum Beispiel, im Rahmen der Anhörung der SEC und der Handelskommission für Rohstoff-Futures (CFTC) im Februar gelobt. Damals hatte Clayton erklärt, dass jedes ICO, die die SEC bisher gesehen hatte, als Wertpapier betrachtet werden würde.

Die Altcoins Ethereum (ETH) und Ripple (XRP) sind in der Diskussion über Kryptowährungen als Wertpapier genannt worden, wobei Joseph Lubin von Ethereum mit Nachdruck verneint, dass ETH jemals ein Wertpapier war. Ripple hat eine Einstufung als Wertpapier auf ähnliche Weise abgelehnt.

Ripple steht aktuell einer Sammelklage eines verärgerten Investors gegenüber, der behauptet, der Verkauf von XRP der Verkauf eines nicht registrierten Wertpapiers sei. Dabei wurde ein ehemaliger SEC-Vorsitzender kürzlich ernannt, um Ripple vor Gericht zu vertreten.

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