Die Zentralbanken von Singapur und Kanada haben sich mittels ihrer Blockchain-Netzwerke Digitalwährungen überwiesen, so eine gemeinsame Pressemitteilung vom 2. Mai.

Im Rahmen der von beiden Banken durchgeführten Distributed-Ledger-Projekte (DLT) hat die Monetary Authority of Singapore (BAS) der Bank of Canada (BoC) Gelder ohne Einbeziehung einer dritten Partei überwiesen.

Ermöglicht wurde der Prozess durch die Verbindung von zwei DLT-Netzen: Die im Entstehen begriffene Projekt-Ubin-Plattform von MAS und das BoC-Projekt Jasper.

JPMorgan und der Buchhaltungsriese Accenture, der bei der Entwicklung der Plattformen mitgewirkt haben, kooperierten ebenfalls mit den Banken, um den Handel zu ermöglichen.

"Die nächste Generation von Blockchain-Projekten der Zentralbank wird weitere Fortschritte erzielen können, wenn die Technologieforschung mit politischen Fragen über die Zukunft des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs verknüpft wird", kommentierte Sopnendu Mohanty, Chief Fintech Officer von MAS, in der Pressemitteilung und fügte er hinzu:

"Es ist eine herausfordernde Arbeit, und wir begrüßen andere Zentralbanken, die sich uns bei dieser weltweiten Zusammenarbeit anschließen, um den Verbrauchern, Unternehmen und der gesamten Finanzindustrie Vorteile zu bringen."

Wie bei anderen bankinitiierten Blockchain-Zahlungssystemen in verschiedenen Entwicklungsstadien weltweit standen Kostensenkung und Effizienz im Mittelpunkt des Zentralbankgeschäfts, das nach Ansicht der Teilnehmer das erste war, welches erfolgreich abgeschlossen wurde.

MAS und BoC veröffentlichten in der Folge einen Bericht, in dem sie die Vorzüge der gemeinsamen Netzwerkbrücke diskutierten.

"In unseren Tests wird keine Folgeaktion durchgeführt, sollte eine Aktion fehlschlagen, was eine Ende-zu-Ende-Konsistenz von Transaktionen sicherstellt", heißt es darin. In der Zusammenfassung heißt es:

"Im Korrespondenzbankverkehr vertrauen Sender und Empfänger der Korrespondenzbank. In diesem DLT-basierten System mit HTLC ist nach wie vor Vertrauen erforderlich, wenn auch in das technische System und nicht in eine Drittpartei."

MAS hatte zuvor 2020 als potenziellen Zeitrahmen für das Projekt Ubin in Betracht gezogen, um erste konkrete Ergebnisse zu erzielen.

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