Torrevieja, ein Touristenzentrum in der spanischen Provinz Alicante mit 82.000 Einwohnern, will "die erste kryptofreundliche Stadt in Europa" werden, indem die Stadt es Geschäften erlaubt, Kryptowährungen zu akzeptieren.

Am 6. Februar wurde auf der offiziellen Webseite der Stadtverwaltung von Torrevieja das "ehrgeizige digitale Transformationsprojekt" der Stadt angekündigt: eine Zusammenarbeit zwischen der Handelsabteilung der Stadtverwaltung von Torrevieja und dem Verband der kleinen und mittelständischen Händler von Torrevieja.

Um Torrevieja in eine kryptofreundliche Stadt in Europa zu verwandeln, werden die Stadtverwaltung und Unternehmen den lokalen Handel mithilfe der Blockchain-Technologie digitalisieren.

Die erste Phase konzentriert sich auf die "Förderung des Handels" durch die Verwendung von Kryptowährungen bei Transaktionen, womit Kunden für Produkte und Dienstleistungen mit Kryptowährungen und "anderen Krypto-Assets" bezahlen können.

In zwei weiteren Phasen wird die Stadt "natürliche Räume" zurückgewinnen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Finanzierung von Unternehmen im Technologiesektor fördern.

Die Stadträtin für Handel Rosario Martínez Chazarra hofft, dass die Maßnahmen Anreize für Krypto-Besitzer schaffen werden. Sie wies auch darauf hin, dass die Universität von Alicante spezielle Kurse für digitale Zahlungen für lokale Unternehmen anbieten wird.

Der Präsident der Vereinigung kleiner und mittelständischer Kaufleute Jorge Almarcha betonte, dass es in Spanien seit 2015 legal sei, mit Kryptowährungen zu bezahlen. Aber es seien keine Versuche unternommen worden, digitale Zahlungen zu demokratisieren.

Weder Bitcoin noch eine andere Kryptowährung hat in Spanien den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels. Dennoch ist das Land relativ offen für die Kryptobranche. Die Zahl der in Spanien offiziell registrierten Kryptounternehmen ist bis 2023 um rund 56 Prozent gestiegen. Das Land belegt mit 309 Bitcoin-Geldautomaten weltweit den vierten Platz nach den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien.

Die spanische Regierung will auch Steuern von ihren Krypto-Inhabern eintreiben. Selbst Einwohner, die Krypto-Vermögenswerte auf nicht-spanischen Plattformen halten, müssen diese bis zum 31. März gemäß den neuen Gesetzen zur Besteuerung von digitalen Vermögenswerten melden.

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