Krypto-Anleger, die unter spanische Gesetzeshoheit fallen, könnten bald verpflichtet werden, ihre Vermögen in der Steuererklärung angeben zu müssen, denn so sieht es ein neu verabschiedeter Gesetzesentwurf vor. Dies berichtet das spanische Nachrichtenmagazin ABC am 19. Oktober.
Der neue Entwurf wurde auf einer Pressekonferenz von Finanzministerin María Jesús Montero vorgestellt und beabsichtigt, dass die Anleger von Krypto-Vermögenswerten diese offenlegen müssen, egal ob sie sich in Spanien oder im Ausland befinden.
Nach ihrer Aussage möchte die Regierung besonders aus steuerrechtlichen Gründen „die Anleger und die Wertschöpfung dieser virtuellen Währungen kenntlich machen“.
„Es wird verpflichtend sein, dass Einzelpersonen und Unternehmen das Finanzamt über ihre Anlagen informieren“, so das Zitat Monteros weiter. Gleiches gilt auch, falls ein spanischer Bürger im Ausland lebt.
Spanien bemüht sich dieses Jahr zunehmend, die Krypto-Branche zu regulieren. Im April wurden Aufforderungen zur Einholung der Nutzerinformationen an 60 Unternehmen der Industrie versandt.
Sollte der Entwurf zum Gesetz werden, dann müssten Krypto-Vermögenswerte in das berüchtigte spanische Steuergesetz aufgenommen werden, das auch als „Formular 720“ bekannt ist.
Wie Bloomberg berichtet, wären die Strafen für falsche Angaben schwerwiegend und würden für jede Ungenauigkeit 5.000 € betragen.
Dieser Schritt ist ein weiterer Indikator für den Flickenteppich, den die Krypto-Besteuerung in der Europäischen Union darstellt.
Cointelegraph hatte zuvor berichtet, dass einige Mitgliedsländer, allen voran Polen, eine Kehrtwende in Sachen Krypto-Steuerangelegenheiten gemacht haben. Allerdings haben andere Länder, wie Portugal und Malta, ihre Richtlinien schon nahezu fertiggestellt.
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