Schwachstelle im Programmiercode von Facebook Libra entdeckt und behoben

Entwickler des Startups OpenZeppelin, das sich auf die Prüfung der Programmiercodes von Kryptowährungen spezialisiert, haben Schwachstellen im öffentlich zugänglichen Code von Facebook Libra gefunden und diese behoben.

Schwachstelle betrifft Smart Contracts

Laut einem Coindesk Artikel vom 10. September hat die Krypto-Prüfungsfirma mehrere Sicherheitslücken in der Programmiersprache Move gefunden, die von Facebook eigens für die hauseigene Kryptowährung Libra entwickelt wurde. OpenZeppelin Geschäftsführer Demian Brener erklärt dahingehend, dass diese Schwachstelle es bösartigen Angreifern erlaubt hätte, ihren eigenen Code in die Smart Contracts der Libra Blockchain einzuspeisen.

Allerdings gibt Brener anschließend Entwarnung:

„Die gute Nachricht ist, dass unser Team die Schwachstelle gefunden und behoben hat, noch bevor Libra an den Start geht. Probleme die früher trivial waren, werden im Zusammenhang mit Blockchain schwerwiegend, da die Technologie nicht auf manuelle Nachprüfbarkeit, sondern auf automatisierte Vertrauensbildung setzt.“  

Libra hat noch einen langen Weg vor sich

Eine Staatssekretärin des amerikanischen Finanzamtes hat heute derweil betont, dass Facebook Libra die höchsten Standards für die Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung erfüllen muss, um von den Behörden Grünes Licht zu bekommen.

Die Aufsichtsbehörden vieler Länder zeigen sich ähnlich besorgt, was Facebook Libra angeht. So meinte Yves Mersch, ein leitender Jurist der Europäischen Zentralbank (EZB), zuletzt, dass Libra „verlockend, aber gefährlich“ sei.

Wie Cointelegraph am 18. August berichtet hatte, waren kürzlich mehrere amerikanische Abgeordnete in die Schweiz gereist, um mit den dortigen Aufsichtsbehörden abzustimmen, wie die Regulierung von Facebook Libra gehandhabt werden soll. Allerdings konnte der Besuch die Bedenken der US-Politiker nur bedingt ausräumen.

Telegram könnte Facebook ausstechen

Cointelegraph hatte kürzlich auch berichtet, dass der Messenger-Dienst Telegram Facebook womöglich mit einer eigenen Kryptowährung zuvorkommen könnte. Der Coin namens Gram soll noch im Oktober diesen Jahres an den Start gehen.