CEO von AriseBank plädiert auf schuldig: Investoren um Millionen betrogen

Der ehemalige CEO von AriseBank, das mutmaßlich ein Kryptowährungs-Betrug war und Opfer um umgerechnet über 3,7 Mio. Euro betrogen haben soll, hat auf schuldig plädiert. Das geht aus einem Bericht der texanischen Tageszeitung Dallas News vom 21. März hervor.

Jared Rice, der vom FBI im November letzten Jahres wegen Wertpapier- und Überweisungsbetrugs verhaftet wurde, habe gestanden, wie es in einer Ankündigung von Erin Nealy Cox, der United States Attorney des nördlichen Bezirks von Texas, heißt. United States Attorneys sind die obersten Strafverfolger in den Vereinigten Staaten bei Bundesverbrechen. Rice hatte mutmaßlich fälschlicherweise behauptet, dass AriseBank "FDIC-versicherte Konten und traditionelle Bankdienstleistungen, einschließlich Visa-Kredit- und Debitkarten, sowie Kryptowährungsdienstleistungen" anbieten könne.

Aus der Ankündigung, die Dallas News vorlag, geht Berichten zufolge hervor, dass Rice insbesondere bei einem Vorwurf im Zusammenhang mit Wertpapierbetrug auf schuldig plädiert habe. Das könnte bedeuten, dass AriseBank-Investoren angelogen wurden, als diese noch betrieben wurde.

Wie Cointelegraph berichtete, drohte Rice für alle Vorwürfe zusammengenommen zunächst eine Gefängnisstrafe von 120 Jahren. Aus Quellen geht nun aber hervor, dass die maximale Haftstrafe bei 20 Jahren liege.

Insgesamt konnte AriseBank umgerechnet rund 3,7 Mio. Euro von den Teilnehmern ergaunern, die Rice nun möglicherweise vollständig zurückerstatten muss. Er im Juli zur Verurteilung erneut vor Gericht erscheinen.

"Angesichts der Tatsache, dass Kryptowährungen relativ neu sind, ist das Schuldeingeständnis von Rice eines der ersten seiner Art in den USA", so das Büro der obersten Strafverfolgerin laut Dallas News.

Im Dezember letzten Jahres wurden sowohl Rice als auch der damalige Betriebsleiter von AriseBank Stanley Ford von einem US-Bundesgericht ebenfalls aufgefordert, eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 2,37 Mio. Euro. Dieses Bußgeld steht im Zusammenhang mit einem mutmaßlich betrügerischen Initial Coin Offering (ICO), das von AriseBank veranstaltet wurde.

Dem Unternehmen wurde kurz vor Rice Verhaftung mitgeteilt, das es seine Tätigkeit in Texas einstellen müsse.

Damals ließ der texanische Bankkommissar Charles G. Cooper der AriseBank eine Unterlassungsanordnung zukommen. Grund für diese sei gewesen, dass das Unternehmen nicht die erforderliche Genehmigung gehabt hätte, um Bankendienstleistungen anzubieten.

Zu diesem Schritt kam es kurz nach einer ähnlichen Anordnung der texanischen Regulierungsbehörden an das mittlerweile stillgelegte Kryptowährungssystem BitConnect. Dieses ist kurze Zeit später in sich zusammengefallen.