AriseBank-Gründer zahlen Geldbußen in Höhe von 2,7 Millionen Dollar wegen ICO-Betrug

Ein US-Bundesgericht hat zwei Führungskräfte der Kryptofirma AriseBank angewiesen, fast 2,7 Millionen Dollar an Bußgeldern zu zahlen, so eine Ankündigung der U.S. Securities Exchange Commission (SEC) vom 12. Dezember. Das Urteil schließt sich an eine Untersuchung der SEC an, in der AriseBank Betrug bei der Durchführung eines Initial Coin Offerings (ICO) nachgewiesen wurde.

AriseBank CEO Jared Rice war am 28. November vom Federal Bureau of Investigation (FBI) wegen Betrugs von Hunderten von Investoren um über insgesamt 4 Millionen Dollar verhaftet worden. Rice behauptete angeblich fälschlicherweise, dass die Bank ihren Kunden einlagenabgesicherte Konten und traditionelle Bankdienstleistungen, einschließlich Visa-Kredit- und Debitkarten, zusätzlich zu den Kryptowährungs-Dienstleistungen anbieten könne.

Gemäß der heutigen Ankündigung werden die AriseBank-Gründer Rice und der damalige COO Stanley Ford für Veruntreuung von 2.259.543 US-Dollar sowie 68.423 US-Dollar in Vorzugszinsen verantwortlich gemacht. Sie müssen auch zivilrechtliche Strafen in Höhe von jeweils 184.767 US-Dollar zahlen und dürfen nicht mehr als leitende Angestellte von Aktiengesellschaften oder als Anbieter von digitalen Wertpapieren tätig werden.

Berichten zufolge war Rice nicht berechtigt, Bankdienstleistungen in Texas anzubieten, hatte keinen Zugang zur Einlagensicherung und auch keine Geschäftsbeziehung mit Visa. Darüber hinaus soll Rice das Geld der Investoren für seine persönlichen Zwecke ausgegeben und gleichzeitig die nicht vorhandenen Vorteile der AriseBank sowohl in gedruckten Pressemitteilungen als auch online veröffentlicht haben.

In diesem Monat hat die SEC eine Unterlassungsanordnung gegen CoinAlpha Advisors LLC - die den CoinAlpha Falcon LP-Fonds verwaltete - erlassen und zusätzlich eine Strafe von 50.000 US-Dollar verhängt.  Der Fonds hatte angeblich über 600.000 US-Dollar von 22 Investoren eingeworben, die Kommanditanteile am Fonds erworben hatten, im Austausch für einen anteiligen Anteil an den Gewinnen, die aus der Investition des Fonds in digitale Vermögenswerte stammen sollten. Die Gesellschaft war nicht bei der SEC registriert und verstieß damit gegen die Wertpapiergesetze.

Im November erließ der Wertpapierkommissar des US-Bundesstaates Texas eine einstweilige Verfügung gegen die Krypto-Investmentfirma My Crypto Mine und ihren Hauptgeschäftsführer Mark Steven Royer. Die Verfügung warf Royer vor, im Namen eines Wirtschaftskriminellen [Bruce Bise] und eines nicht mehr zugelassenen Rechtsanwalts [Samuel Mendez] zu handeln und ein Krypto-Investmentschema auf Basis des "BitQyk"-Token anzubieten, der heute praktisch wertlos ist.

Ebenfalls im November hat der Vorsitzende des SEC, Jay Clayton, seine skeptische Einschätzung über die Kryptomärkte bekräftigt. Clayton sagte, dass die Wertpapieraufsichtsbehörde hart daran gearbeitet habe, die Anleger über die Risiken der Teilnahme an einem aufstrebenden und unvorhersehbaren Markt aufzuklären, für den die entsprechende Regulierung noch im Entstehen begriffen sei. Der Vorsitzende räumte auch die Einschränkungen ein, denen die Regulierungsbehörde im Zusammenhang mit dem Verkauf von Offshore-Token unterliegt.