Tim Draper fordert Argentinien auf, Bitcoin zur Nationalwährung zu machen

Der Krypto-Fürsprecher Tim Draper hat dem Präsidenten von Argentinien empfohlen, Bitcoin (BTC) zu legalisieren, um dadurch die Wirtschaftslage des südamerikanischen Landes zu verbessern. Dies berichtet Cointelegraph Español am 22. März.

Dem zu Folge hatte sich der amerikanische Wagniskapitalgeber am 20. März zu einem persönlichen Gespräch mit Präsident Mauricio Macri getroffen. Hierin thematisierten sie auch innovative Technologien wie Blockchain und Kryptowährungen beziehungsweise, wie diese Argentinien dabei helfen könnten, die wirtschaftlichen Probleme des Landes zu lösen, allen voran die Abwertung des Argentinischen Pesos (ARS) und die damit einhergehende Abwanderung von Fachkräften.

Cointelegraph Español zitiert Draper zum Inhalt des Gesprächs wie folgt:

„Wir haben über Bitcoin und die Abwertung des Pesos gesprochen, in dem Zusammenhang habe ich dann eine Wette vorgeschlagen. Falls der Peso mehr an relativem Wert gewinnen kann als Bitcoin, dann verdoppele ich meine Investitionen in das Land. Aber falls Bitcoin mehr an Wert hinzugewinnt als der Peso, dann muss Bitcoin zur Nationalwährung erklärt werden. Das wäre eine perfekte Entscheidung, da es in das momentane Geld ohnehin kein Vertrauen gibt.“

Im Anschluss an das Gespräch betonte Draper seine Pro-Krypto Haltung in einem Interview mit der Journalistin María Julieta Rumi. Hier argumentierte er, dass Bitcoin und Blockchain eine noch größere Revolution sind als das Internet. Für Argentinien sei die Zeit reif, um die Technologie anzunehmen, da mit dieser ein grundlegender Wandel in Bankenwesen, Wirtschaft und Finanzsystem herbeigeführt werden könne.

Draper erneuerte in dem Interview ebenfalls seinen positiven Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Bitcoin Kurses und prognostizierte, dass der Kurswert bis 2023 auf 250.000 US-Dollar ansteigen wird, da dieser bis dahin 5% der gesamten Weltwirtschaft ausmachen wird. Sobald Verbraucher in der Lage sind, Bitcoin problemlos nutzen zu können, würden sie auf die Kryptowährung umsteigen, da diese „dezentralisiert, offen, reibungslos und global“ ist, wie Draper erklärt.

Im Februar hatte Draper wagemutig behauptet, dass Bargeld in fünf Jahren nur noch von kriminellen Personen eingesetzt wird.

Argentinien zeigt sich schon seit einiger Zeit aufgeschlossen gegenüber Krypto und Blockchain. So hatte das Land erst im März eine Vereinbarung mit Binance Labs getroffen, die vorsieht, dass die Kryptobörse in argentinische Blockchain-Projekte investiert. Binance Geschäftsführer Changpeng Zhao ließ durchsickern, dass in Argentinien auch ein Ableger der Kryptobörse eingerichtet werden soll.

Im Februar hatte die argentinische Regierung höchstselbst ein Exportgeschäft in Bitcoin abgewickelt, dabei wurden Pestizide im Wert von 7.100 US-Dollar an Paraguay verkauft. Die entsprechende Zahlung wurde in Bitcoin getätigt und dann über einen Zahlungsdienstleister in Pesos umgewandelt.