Studie: Handelsvolumen der großen Kryptobörsen „stürzen ab“

Eine neue Erhebung der wöchentlichen Krypto-Zeitung Diar hat am 26. November ergeben, dass die Handelsvolumen der großen Kryptobörsen deutlich abgenommen haben.

Diar hat Daten von den acht führenden Kryptobörsen Binance, OKex, Huobi, Bitfinex, Kraken, Poloniex, Bittrex und HitBTC erfasst. Hierbei stellt sich heraus, dass 60% der Kryptowährungen, die mindestens seit Januar 2018 notiert sind, zum jetzigen Zeitpunkt ein niedrigeres Handelsvolumen aufweisen als zu Beginn des Jahres.

Mehr als 20% davon haben einen außerordentlich hohen Rückgang verzeichnet, denn sie haben heute 90% weniger Handelsvolumen als während des Bullenmarktes im Januar.

In dem zugehörigen Bericht heißt es, dass die Anleger trotz des jüngsten Markt-Absturzes keinerlei Interesse zeigen, „ein Schnäppchen zu machen“.

Obwohl 410 Tokens dieses Jahr an Volumen hinzugewonnen haben, ist die Anzahl derer, die mehr als 100% zugelegt haben, zwischen Oktober bis November von 102 auf 91 gefallen. Im gleichen Zeitraum hat lediglich „eine Hand voll“ Tokens einen Zugewinn des Handelsvolumens gemacht. Source: Diar, Volume 2, Issue 46

Quelle: Diar, Serie 2, Ausgabe 46

Des Weiteren schlüsselt der Bericht auf, dass die Liquidität der einzelnen Kryptobörsen stark schwankt. So weist Poloniex für alle Tokens einen Abfall des Handelsvolumens seit Januar aus, während dies bei Bittrex lediglich auf drei Tokens zutrifft. Diar führt dazu aus:

„Im Hinblick auf das Volumen sind OKEx und Huobi die Ausreißer, wohingegen Binance in jeglicher Hinsicht ausgeglichene Handelsvolumen hat. Nur etwas weniger als die Hälfte der Tokens von Binance haben über das Jahr an Volumen eingebüßt.“

Nahezu 75% der Tokens, die in 2018 zum ersten Mal notiert wurden, haben „von Oktober bis November einen absoluten Rückgang vollzogen“, was der Ausgangsthese von „weg mit dem Alten, her mit dem Neuen“ widerspricht.

Diesen Monat hat Changpeng Zhao, Geschäftsführer der weltgrößten Kryptobörse Binance, in einem Interview gesagt, dass er „nicht beunruhigt“ ist bezüglich der sinkenden Handelsvolumen. In diesem Kontext merkte er an, dass seine Börse nur noch ein Zehntel des täglichen Handelsvolumens aus dem Januar hat, was allerdings trotzdem noch weit über dem Handelsvolumen von „vor zwei oder drei Jahren“ liegt, wodurch das Geschäftsmodell „immer noch rentabel“ ist.