Digitaler Datenschutz-Browser Tor akzeptiert nun Krypto-Spenden

Die digitale Datenschutzsoftware Tor akzeptiert nun Spenden in verschiedenen Kryptowährungen. Am 18. März erschien ein neues Krypto-Spendenportal auf der Webseite des Projekts.

Die Webseite akzeptiere nun neun wichtige Kryptowährungen, nämlich Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Dash (DASH), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC), Monero (XMR), Stellares Lumen (XLM), Augur (REP) und Zcash (ZEC).

Die Krypto-Spendenseite von Tor ermutigt Benutzer, "sich für die universellen Menschenrechte auf Privatsphäre und Freiheit einzusetzen und dazu beitragen, dass Tor robust und sicher bleibt". Die Seite erklärte auch, dass Benutzer, die lieber in einer nicht aufgeführten Kryptowährung spenden wollen, das Projekt-Team darauf ansprechen können.

Das Projekt Tor ist eine gemeinnützige Organisation, die kostenlose und Open-Source-Software für das Onion-Routing anbietet. Onion-Routing oder Zwiebelrouting heißt die Technologie, die einen anonymen Informationsaustausch ermöglicht. Darüber hinaus hat Tor zwei offizielle Versionen von seinem Browser: Tor Browser und TorBro. Der Hauptzweck des Tor-Browsers besteht darin, anonym zu bleiben und jegliche Zensur zu umgehen, indem man die IP-Adresse verschleiert.

Bis Redaktionsschluss hat das Projekt auf eine Bitte von Cointelegraph um Stellungnahme zu den Krypto-Spenden reagiert.

Länder, in denen das Internet stark zensiert wurde, haben Tor und ähnliche Technologien, wie etwa virtuelle private Netzwerke, verboten. Beispiele für solche Länder sind etwa Venezuela, Russland und China.

Anfang des Monats hat der Vorsitzende des Finanzausschusses der französischen Nationalversammlung ein Verbot von anonymen Kryptowährungen oder so genannten "Datenschutz-Coins", wie etwa ZEC und XMR, vorgeschlagen.

Die Tor-Community und die Krypto-Community sind beide gleichermaßen stark an Datenschutz und Dezentralisierung interessiert. Im Jahr 2017 führten Forscher der Universität von Waterloo in der kanadischen Stadt Ontario und der Concordia Universität in Quebec ein Blockchain-System ein, das Zwiebelrouting-Techniken verwendet, um anonyme Lieferungen zu erleichtern.