Russische Großbanken richten Krypto-basierten Investmentfonds für Kleinanleger ein

Zwei der größten Banken in Russland testen Investmentoptionen auf Basis von Kryptowährungen für Einzelhändler, wie der lokale Mediendienst Kommersant am 15. Juni berichtete.

Als Teil der "regulatorischen Sandbox" der russischen Zentralbank, haben sich die Sberbank und die Alfa-Bank bei einer Sitzung am vergangenen Mittwoch gemeldet, um eine experimentelle Testreihe mit Produkten einzuleiten, die auf sogenannten "digitalen Finanzwerten" basieren.

Diese Finanzwertanlagen nehmen die Form von sechs verschiedenen Kryptowährungen an, darunter Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum und Litecoin, die ein Investmentportfolio bilden.

Unterdessen bereitet Russland die Inkraftsetzung verpflichtender Gesetze für Kryptowährungen und Blockchain-Technologien vor, die für eine formelle Definition von Krypto sorgen und die Investitionsgüter unter dem russischen Gesetzt legalisieren sollen.

Kommersant zitiert die leitende Chefin der Sberbank-Abteilung für private Bankgeschäfte Anna Ivanchuk:

"Wir wollen unseren Kunden einen vollständig transparenten Einstiegspunkt für digitale Vermögenswerte bieten, der vollständig den regulatorischen Anforderungen entspricht und Investitionen in Russland in ein Produkt ermöglicht, das sie interessiert."

Das neue Investmentprodukt soll dem Klienten ermöglichen, Fiat-Geld nach Belieben abzuheben, während Krypto-Aktiva von der Partnergruppe IB durch maßgeschneiderte "Sorgerechtslösungen" verwaltet werden.

"Der Klient erhält effektiv einen Anteil an dem Fonds", fasste Alexey Prokofiev von AddCapital, ein weiterer Partner, das Schema zusammen.

Die langsame und zuweilen unberechenbare Haltung Russlands gegenüber Kryptowährungen in der Vergangenheit hat dafür gesorgt, dass Banken bis Ende des letzten Jahres nur zögerlich die Integration von verwandten Technologien über reine Experimente hinaus vorangetrieben haben. Ende Januar kündigte die Sberbank an, dass sie über ihre Schweizer Niederlassung eine Krypto-Wechseloption für institutionelle Anleger eröffnen würde.

Herman Gref, Sberbanks freimütiger, im Allgemeinen Kryptowährungen gegenüber positiv eingestellter Präsident, sagte Kommersant am 8. Juni:

"Ich kaufe keine Kryptowährungen mehr und ich würde niemandem raten, das zu tun, der nicht gerne in einem Kasino spielt."

Der Kreditgeber hilft als Mitglied der Sandbox nichtsdestotrotz bei der Förderung des ersten, offiziellen ICOs in dem Land.