Britische Finanzaufsicht warnt vor betrügerischer „Klon-Firma“

Die britische Finanzmarktaufsicht FCA hat eine offizielle Warnung gegen die Firma ICAP Crypto ausgesprochen, da es sich hierbei um eine betrügerische „Klon-Firma“ handeln soll. Dies geht am 24. Mai aus einer entsprechenden Mitteilung der Behörde hervor.

Laut Mitteilung ist die ICAP Crypto ein betrügerischer Klon der bestehenden ICAP Europe Limited. Bei „Klon-Firmen“ handelt es sich um Unternehmen, die in betrügerischer Absicht die Namen und Daten bestehender Firmen imitieren, um Verbraucher bewusst in die Irre zu führen und sich deren Vertrauen zu erschleichen.

In diesem Fall ist die ICAP Europe Limited eine legitime Firma, die von der FCA zugelassen ist. Die ICAP Crypto versucht sich diese Tatsache zu Nutze zu machen und hat deshalb die Daten des Unternehmens kopiert. Allerdings ist die ICAP Crypto weder bei der FCA registriert noch durch diese zugelassen.

Schon im Jahr 2018 hatte die FCA vor zwei ähnlichen Klon-Firmen gewarnt. So hatte das Unternehmen Fair Oaks Crypto behauptet, mit der legitimen Fair Oaks Capital in Verbindung zu stehen, um Verwirrung unter den Verbrauchern zu stiften. Das Unternehmen Good Crypto hatte wiederum wichtige Adressinformationen der legalen Firma Arup Corporate Finance missbraucht, um sich als diese auszugeben.

Wie Cointelegraph diese Woche berichtete, hat die FCA offengelegt, dass britische Anleger aus den Bereichen Kryptowährungen und Fremdwährungen (Forex) zwischen 2018 – 2019 insgesamt um mehr als 34 Mio. US-Dollar betrogen wurden. Die FCA zieht deshalb ein Generalverbot für „hochriskante Krypto-Finanzprodukte“ in Erwägung.

Nichtsdestotrotz hat die FCA kürzlich drei Blockchain-Unternehmen in ihre regulatorische „Sandkiste“ aufgenommen. Wie die Behörde beschreibt, hat sie bisher Projekte aus verschiedenen Bereichen der Branche in ihr Programm aufgenommen, darunter:

„…zum Thema digitale Identität, Plattformen zur ‚Tokenisierung‘ von Finanzinstrumenten und Services, die den Zugang zu Finanzdienstleistungen auch für unbedarfte Verbraucher erleichtern.“