Britische Finanzregulatoren warnen Investoren vor "Klon-Firma"

Die britische Financial Conduct Authority (FCA) hat Investoren in einem Statement vom 7. August vor der sogenannten "Klon"-Firma des Investmentunternehmens Fair Oaks Capital Ltd. gewarnt. Geklonte Firmen sind Unternehmen, die Geschäftsaktivitäten unter dem Scheinmantel durchführen, bei der FCA registriert zu sein.

Quasi alle legalen Entitäten aus dem Finanzdienstsektor müssen in Großbritannien (GB) von der FCA autorisiert oder bei ihr registriert werden. In dem Statement beschreibt die FCA eine betrügerische Firma, die auf Personen im Vereinigten Königreich mit Registrierungsdaten von Firmen abzielt, die von der Regulierungsbehörde zugelassen sind. Der "Klon" - Fair Oaks Crypto - täuscht seine potenziellen Opfer mit der Behauptung, Fair Oaks Capital zu vertreten.

Die FCA gab die Kontaktdetails der Klon-Firma bekannt, damit potenzielle Investoren oder Klienten Bescheid wissen. Die britische Regulierungsagentur suggerierte auch, dass Investoren das Register für Finanzdienstleister überprüfen, bevor sie sich auf eine Firma einlassen, um sicherzustellen, dass diese legitim ist und legal operiert.

Im Mai eröffnete die FCA 24 Untersuchungen in Krypto-Geschäfte, hauptsächlich zur Überprüfung der regulatorischen Compliance und um "festzustellen, ob [diese Unternehmen] eventuell regulierte Aktivitäten ausüben, die die Autorisierung der FCA benötigen".

Allgemein hat die FCA eine positive regulatorische Haltung gegenüber Kryptowährungen vertreten. Vor kurzem kündigte der Regulator die Gründung einer globalen Initiative namens Global Financial Innovation Network (GFIN) an, um die Zusammenarbeit zwischen Regulatoren und Unternehmen für Fintech-Innovationen wie Blockchain zu fördern. GFIN will auch Beratung zu diversen Themen bereitstellen, darunter die Regulierung von Wertpapieren und Initial Coin Offerings (ICO).

Im März hatte die FCA in Zusammenarbeit mit der Bank of England eine Krypto-Sondereinheit ins Leben gerufen, um zu erforschen, wie man Krypto-Technologien am besten regulieren sollte, während gleichzeitig ihre Ausbreitung gefördert wird. Kurz davor hatte der Regulator auch eine globale, regulatorische Fintech-Sandbox eingeführt, mit deren Hilfe innovative Fintech-Entwicklungen unter realen Bedingungen getestet werden können, ohne, dass diesem ein strenger regulatorischer Prozess vorausgehen muss.

Letzten Monat veröffentlichten das Big Innovation Centre, DAG Global und Deep Knowledge Analytics einen Bericht, welcher aufzeigt, dass Großbritannien die institutionellen und technologischen Ressourcen besitzt, um in den nächsten paar Jahren zum Anführer des Krypto-Wirtschaftssystem zu werden.

Obgleich die Studie den Blockchain-Sektor weltweit in seinen frühen Entwicklungsphasen betrachtet, findet er dennoch Unterstützung auf Regierungsebene. Der britische Wohnungsminister Eddie Hughes rief die Regierung dazu auf, die Entwicklung der Technik zu priorisieren, um "soziale Freiheit zu ermöglichen, Effizienz zu erhöhen und das soziale Vertrauen wieder aufzubauen".