Britische Finanzaufsicht erwägt Generalverbot von Krypto-Derivaten

Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA könnte ein mögliches Generalverbot für Derivative von Kryptowährungen verhängen, als Teil ihrer „vollumfänglichen Antwort“ an die Krypto-Branche. Dies geht am 20. November aus einem Bericht von Finance Magnates hervor.

In einer Rede auf einer Konferenz in London sagte Christopher Woolard, der geschäftsführende Direktor der FCA Abteilung für Strategie und Wettbewerb, dass seine Behörde ein Verbot für sogenannten Krypto-Differenzkontrakte (CFDs) erwägen würde.

Finance Magnates geht davon aus, dass „höchstwahrscheinlich“ auch „Optionen, Terminkontrakte und übertragbare Wertpapiere“ unter diese Regelung fallen werden. In diesem Kontext wird Woolard mit den Worten zitiert:

„Wir haben Bedenken, dass den Privatanlegern komplexe, volatile und oftmals künstlich aufgebauschte Derivate verkauft werden, die wiederum auf Tokens basieren, die selbst problembehaftet sind.“

Großbritannien befindet sich derzeit in einem Dilemma über seine schleppende Auseinandersetzung mit der steigenden Beliebtheit von Kryptowährungen und dazugehörigen Finanzinstrumenten. Von vielen Seiten wird die bisherige Herangehensweise der FCA kritisiert.

In seiner Rede vom Dienstag hob Woolard die Untersuchungsergebnisse einer „Sonderkommission“ hervor, die seit März an entsprechenden Handlungsempfehlungen arbeitet. Gerüchte um ein vermeintliches Verbot von Krypto-Derivaten gab es erstmals im Oktober, wie Cointelegraph berichtet hatte.

Die Sonderkommission unterteilt Kryptowährungen in drei Gruppen, so Woolard. Diese sind „Börsen-Tokens“ wie Bitcoin (BTC), „Wertpapier-Tokens“ und „Anwendungs-Tokens“.

Im Hinblick auf die unerlaubte Nutzung von Tokens kündigte Woolard an, „eine vollumfängliche Antwort gegen den illegalen Einsatz von Krypto-Vermögenswerten“ zu planen.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt, dass Aufmerksamkeit, Wissen und Investitionsinteresse an Bitcoin unter den Briten deutlich gestiegen ist.