US-CFTC-Vorsitzender: Behörde will Entwicklung des Kryptosektors nicht behindern

Der Vorsitzende der US-Handelskommission für Rohstoff-Futures CFTC J. Christopher Giancarlo hat nochmals betont, dass das Ziel der Behörde sei, die Entwicklung des Krypto-Vermögenswertsektors zwar zu überwachen, aber nicht zu behindern.

Giancarlo äußerte dies während einer Rede über die regulatorische Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA im Bereich der Derivatemärkte am 4. April auf dem Eurofi-Finanzforum in der rumänischen Hauptstadt Bukarest.

Der Vorsitzende betonte nochmals, dass seine Behörde die internationalen Bemühungen unterstütze. Bei diesen Bemühungen geht es um die Prüfung der Wirksamkeit der G20-Reformagenda für Derivate und die Sicherstellung, dass diese die Derivatemärkte fördert und nicht unterdrückt. Er erklärte, dass die CFTC ihre eigenen Regeln und Vorschriften einfacher, weniger schwerfällig und für die Marktteilnehmer kostengünstiger gestalten wolle.

In diesem Zusammenhang erwähnte er konkret den positiven Ansatz der CFTC in Bezug auf neue Derivateprodukte für Kryptoanlagen und andere aufkommende Technologien. Er erläuterte dazu:

"Wir sind den Aufrufen, unsere gesetzlichen Befugnisse zu nutzen, um die Entwicklung von Krypto-Vermögenswerten zu unterdrücken, nicht gefolgt. [...] Stattdessen haben wir uns dazu entschieden, die Marktentwicklung genau zu beobachten, ohne die Einführung neuer Produkte, wie etwa Bitcoin-Futures, zu behindern. Diese haben sich als äußerst wertvoll bei der Bestimmung des angemessenen Wertes von Bitcoin durch die Marktkräfte erwiesen."

Bei seiner letzten Äußerung spielte Giancarlo auf einen Untersuchungsbericht der Notenbank von San Francisco vom Mai 2018 an. In dem Bericht hieß es, dass die Einführung von Bitcoin (BTC)-Futures, die an den beiden großen Chicagoer Börse, der CME und der CBOE, gehandelt werden, den Krypto-Derivatemarkt ausreichend vertieft hatte, um eine einseitige spekulative Nachfrage auszugleichen und eine ausgewogenere Korrektur der überhöhten Bewertungen zu ermöglichen.

Wie Cointelegraph berichtete, hatte Giancarlo zuvor erklärt, dass die CFTC sich bemühe, innovative Lösungen für den Markt zu begrüßen und daher auch Bitcoin-Futures genehmigt hatte.

Er sagte auch, dass die Einrichtung des eigenen Fintech-Innovationszentrums namens LabCFTC äußerst wichtig gewesen sei, um mit dem technologischen Wandel und der Marktentwicklung Schritt zu halten, die mit Blockchain und Kryptowährungen einhergehen.

Zwei der Fintech-Leitfäden, die LabCFTC veröffentlichte, beschäftigen sich mit Krypto und Blockchain. Bei einem ging es um virtuelle Währungen (vom Oktober 2017) und beim zweiten um Smart-Contracts (vom November 2018).

Im Dezember 2018 rief das Labor die Öffentlichkeit und die Branche dazu auf, Kommentare zur Ethereum (ETH)-Blockchain abzugeben. Diese sollten dann in der Bewertung der CFTC bezüglich einer möglichen Genehmigung von Ethereum-Futures-Kontrakten mit einfließen.