US-Energieministerium vergibt Zuschüsse in Höhe von 1,05 Mio US-Dollar an Blockchain-Unternehmen

Das US-Energieministerium (DOE) hat Organisationen, die an der Kommerzialisierung einer Blockchain-basierten Energietransaktionsplattform arbeiten, einen Zuschuss in Höhe von 1,05 Mio. US-Dollar gewährt.

Vom Energiemanagement zum Energieaustausch

Die Nachricht stammt aus einer Pressemitteilung des Energieunternehmens ComEd, einer der vier gemeldeten Empfängerorganisationen des Zuschusses. Die anderen sind die University of Denver, Virginia Tech und BEM Controls, ein auf Energiemanagement-Software spezialisiertes Unternehmen. 

Das neue Projekt ist Berichten zufolge eine Fortsetzung der von BEM Controls bereits durch DOE finanzierten Arbeiten an Software zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Mit diesem neuen Zuschuss soll ein neuer Blockchain-basierter Energiemarkt erweitert und gefördert werden. ComEd nutzt das Grid of the Future Lab, um die Funktionalität des neuen Systems zu demonstrieren.

Die neue Initiative wird voraussichtlich noch drei Jahre in der Entwicklung sein.

Blockchain für ein neues Energienetz

Dr. Amin Khodaei, Vorsitzender des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik an der Universität von Denver sagte:

„Die zunehmende Verbreitung verteilter Energieressourcen erfordert fortschrittliche Management-Frameworks, die Peer-to-Peer-Kommunikation unterstützen und gleichzeitig schnell, skalierbar und sicher sind.“ Jetzt ist es an der Zeit, die Technologien zu entwickeln und zu demonstrieren, die eine nachhaltigere und belastbarere Zukunft ermöglichen.“

In der Pressemitteilung nannte BEM Controls die Sicherheit einer Vielzahl von Transaktionen als Hauptgrund für die Implementierung von Blockchain auf ihren Plattformen.

Das DOE hat wachsendes Interesse an der Verwendung von Blockchain in Energienetzanwendungen gezeigt. Wie bereits berichtet, kündigte die Abteilung im Januar eine Finanzierung von 4,8 Mio. USD für Technologieforschung einschließlich Blockchain an, um beispielsweise Daten von fossilen Stromerzeugungssensoren zu sichern.

Im April kündigte das DOE eine Partnerschaft mit dem in Colorado ansässigen Sicherheitsunternehmen Taekion an, um Blockchain für die Sicherheit von Kraftwerken einzusetzen.