USA: FBI-Razzia bei Tech-Zentrum wegen unerlaubtem Kryptohandel

US-Bundesbehörden haben Berichten zufolge letzten Monat eine Razzia im Büro eines Wissenschafts- und Technologiezentrums aus Michigan im Rahmen einer kryptobezogenen Ermittlung durchgeführt. Das geht aus einem Bericht der lokalen Nachrichtenplattform Wood-TV vom 5. Januar hervor.

Wie Wood-TV berichtete, gab Chris Boden, der Gründer von The Geek Group, am Samstagabend auf YouTube eine öffentliche Live-Erklärung ab, die offenbar inzwischen gelöscht wurde. Boden behauptete Berichten zufolge, dass das Büro seiner gemeinnützigen Tech-Organisation am 21. Dezember von Mitarbeitern der US-Strafverfolgungsbehörde FBI und des Heimatschutzministeriums (DHS) durchsucht worden sei. Er erklärte, dass Computer und andere Geräte aus seinem Büro beschlagnahmt wurden.

Wood-TV berichtete, dass Boden erklärt habe, er würde "ohne entsprechende Genehmigung kommerziell mit Kryptowährungen handeln".

Der Gründer glaube mutmaßlich auch, dass ihm eine Gefängnisstrafe und umgerechnet bis zu 88.000 Euro an Gerichtskosten drohen würden.

Boden hat am 6. Januar auf Facebook geschrieben, dass er eine öffentliche Live-Erklärung in einem öffentlich zugänglichen Google Doc verfassen würde. Bei Redaktionsschluss hieß es:

"Auf Anraten meines Rechtsbeistandes werde ich nicht weiter auf die laufenden Ermittlungen der Regierung eingehen."

Letzten Monat wurde der CEO von Rumäniens größter Kryptobörse Coinflux Berichten zufolge auf Grundlage eines Haftbefehls der USA wegen Betrugs, organisierter Kriminalität und Geldwäsche festgenommen.

Im August hat die südkoreanische Polizei eine Razzia im Büro einer lokalen Firma durchgeführt. In einem mutmaßlichen Kryptobetrug versprach dieses Unternehmen Investoren die Beute eines versunkenen russischen Kriegsschiffes.