USA: Verbraucherschutzbehörde verklagt Startup wegen Veruntreuung von Geldern

Die amerikanische Aufsichtsbehörde für Wettbewerb und Verbraucherschutz (FTC) hat Anklage gegen ein Startup erhoben, das Investitionskapital für Bitcoin (BTC) und Kreditkarten ausgegeben hat, anstatt für die Herstellung der versprochenen Produkte. Dies geht aus Gerichtsunterlagen vom 6. Mai hervor.

Die FTC hat die Anklage beim Regionalgericht von Süd-Texas eingereicht und beschuldigt darin das Unternehmen namens iBackPack und seinen Geschäftsführer Douglas Monahan, den „Großteil“ der durch Crowdfunding eingesammelten Gelder veruntreut zu haben.

Das Unternehmen soll das Investitionskapital demnach nicht für Entwicklung, Produktion und Distribution der beworbenen Rucksäcke eingesetzt haben, sondern stattdessen damit Bitcoins erworben und Kreditkartenrechnungen abbezahlt haben.

Die FTC weist in diesem Kontext darauf hin, dass die Beklagten somit gegen eine Vorschrift der Aufsichtsbehörde verstoßen haben, die „unfaire oder absichtlich täuschende Geschäftsabsichten“ unter Strafe stellt. Das Gericht könnte dementsprechend Schadensersatz für die betroffenen Anleger und Verbraucher einfordern, falls das Unternehmen für schuldig befunden wird.

Vergangenen Monat hat das Bezirksgericht von Manhattan drei Personen verurteilt, die im sogenannten „Darknet“ Geldwäsche per Bitcoin betrieben haben sollen. Die Angeklagten sollen über bestimmte Geldautomaten mehr als 1 Mio. US-Dollar ausgezahlt haben.

Wie Cointelegraph ebenfalls im April berichtet hat, wurde Jacob Burrell Campos, ein Trader von LocalBitcoins, zu zwei Jahren Haft verurteilt. Der Mexikaner hatte auf der Handelsplattform durch den Verkauf von Bitcoin mehr als 820.000 US-Dollar Umsatz gemacht.