US-Börsenaufsicht: Ethereum wird nicht als Wertpapier eingestuft

Jay Clayton, der Vorsitzende der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, hat bestätigt, dass Ethereum (ETH) und ähnliche Kryptowährungen nicht als Wertpapier eingestuft werden, wie die Krypto-Organisation Coin Center am 12. März berichtet.

In Bezugnahme auf einen Brief von Clayton meldet Coin Center, dass die Börsenaufsicht zu dem Ergebnis gekommen ist, dass der ETH-Token nach dem amerikanischem Wertpapiergesetz nicht als Aktie gilt.

Vergangenen September hatte Coin Center in Zusammenarbeit mit dem US-Parlamentarier Ted Budd einen eigenen Brief an Clayton aufgesetzt, in dem diese gemeinsam fragten, ob Clayton mit der Ansicht von William Hinman, dem SEC Direktor für Unternehmensfinanzierung, übereinstimmt. Hinman hatte zuvor in einer Rede geäußert, dass er Ethereum „in seiner derzeitigen Ausprägung“ nicht als Wertpapier klassifizieren würde, während er den Token zu Beginn des dazugehörigen Initial Coin Offerings (ICOs) allerdings noch als eine Art Aktie sah.

In seinem Antwortbrief vom 7. März schrieb Clayton nun, dass er zustimmt, dass die Klassifizierung von Digitalen Vermögenswerten „nicht statisch“ sei und sich stattdessen im Laufe der Zeit ändern könne.

Dahingehend führt er aus, dass ein Digitaler Vermögenswert, der noch zuvor einer Aktie glich, später völlig anders eingestuft werden könnte, „vorausgesetzt, der Digitale Vermögenswert wird dann in einer Art und Weise angeboten, die nicht länger unter die entsprechende Definition (als Wertpapier) fällt“.

Clayton benennt ETH zwar nie explizit in seinem Schreiben, allerdings geht er darauf ein, dass er gefragt wurde, ob er „bestimmten Äußerungen aus der Rede von Direktor Hinman zustimmt“, woraufhin Clayton beschreibt, wie sich ein Digitaler Vermögenswert von einer Bewertung als Aktie loslösen kann:

„Ich stimme der Erklärung von Direktor Hinman zu, dass ein Digitaler Vermögenswert seine Einstufung als Wertpapier rückgängig machen kann, zum Beispiel, wenn dessen Käufer nicht länger darauf angewiesen sind, dass bestimmte Personen zwangsläufig unternehmerische Tätigkeiten durchführen müssen.“

Ende 2018 hatte Clayton noch gesagt, dass ICOs „ein effektives Mittel sein können“, dass diese jedoch „den entsprechenden Wertpapiergesetzen folgen müssen“. Die SEC Kommissarin Hester M. Peirce hatte jüngst allerdings dafür plädiert, dass die Kryptomärkte sich nach Möglichkeit selbst regulieren sollen.