Die amerikanische Börsenaufsicht SEC will mit dem Kongress und anderen Aufsichtsbehörden an einer verstärkten Regulierung von Kryptobörsen arbeiten.

Der neu gewählte SEC-Chef will gemeinsam mit den anderen zuständigen Behörden und der Politik für einen besseren Anlegerschutz auf dem Kryptomarkt sorgen, indem hier dieselben Gesetze und Vorschriften durchgesetzt werden wie auf anderen Märkten.

Die entsprechenden Forderungen stellte Gensler am Mittwoch im parlamentarischen Finanzausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses.

So meinte der Chef der Börsenaufsicht hier, dass für Anleger auf dem Kryptomarkt dieselben Schutzmaßnahmen gelten müssten wie an der New Yorker Börse oder Nasdaq:

„Wenn man über eine Trading-App eine Order platziert, und man zum Beispiel sagt, 'Ich will jetzt diese Aktie kaufen', dann gibt es gewisse Regeln, die sicherstellen, dass dritte diese Order nicht nutzen können, um sich einen Vorsprung zu verschaffen. […] Wir wollen diesen Schutz, den es an der New Yorker Börse und an der Nasdaq gibt, auch auf Börsen übertragen, auf denen Kryptowährungen gehandelt werden.“

Gensler hob in seinem Vortrag vor dem Ausschuss auch die besonderen Herausforderungen bei der Regulierung der Kryptobranche hervor, denn im Gegensatz zu einigen großen Playern der Branche sieht er seine Behörde finanziell abgehängt. Dahingehend erklärt er: „Wir geben nur 16 % unseres Budgets für Technologie aus, das 325 Mio. US-Dollar pro Jahr. Einige große Firmen geben dafür wahrscheinlich mehr in einem Monat aus, einige vielleicht sogar in zwei Wochen.“

Schon Anfang des Monats hatte der SEC-Chef dafür geworben, dass Behörden und Politik angesichts der rasanten Entwicklungen auf dem Kryptomarkt verstärkt zusammenarbeiten müssten.

Michael Hsu, der neue Leiter der Bankenaufsicht OCC hat derweil Gespräche mit der amerikanischen Zentralbank aufgenommen, um eine gemeinsame „Sonderkommission“ für Krypto zu gründen.