USA: SEC-Gerichtsverfahren in Verbindung mit illegalen Blockchain-Aktienverkauf beigelegt

Zwei Bürger von Nevada stimmten zu, eine Klage der US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) beizulegen, bei der sie beschuldigt wurden, vom illegalen Verkauf von Aktien der UBI Blockchain Internet Ltd, profitiert zu haben, wie Bloomberg am 2. Juli berichtete.

Am Montag reichte die SEC eine Klage vor einem New Yorker Bundesgericht ein und beschuldigte den Anwalt T.J. Jesky und seinen Manager Mark F. DeStefano aus Nevada, von Dezember 2017 bis Januar 2018 umgerechnet rund 1,2 Mio. Euro durch den illegalen Verkauf von Aktien der UBI Blockchain Internet Ltd. verdient zu haben.

UBI Blockchain Internet Ltd, früher bekannt als JA Energy, ist eine Firma aus Hongkong, die sich mit der Erforschung und Anwendung von Blockchain-Technologie beschäftigt, die sich hauptsächlich auf das Internet der Dinge (IoT) konzentriert. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Hongkong und hat laut Bloomberg eine Marktkapitalisierung von umgerechnet 307 Mio. Euro.

Die mutmaßlichen Betrüger erhielten im Oktober 72.000 Aktien des Unternehmens mit Veräußerungsbeschränkung und durften diese nach Angaben der SEC zu einem Festpreis von umgerechnet 3,17 Euro verkaufen. Jedoch verkauften die Männer die Aktien mutmaßlich zu überteuerten Preisen zwischen umgerechnet 18,12 Euro und 41,53 Euro, nachdem die Aktien der Firma stiegen. Die SEC verzeichnete daraufhin im Januar "ungewöhnliche und unerklärliche Marktaktivitäten" bei den Aktien des Unternehmens und setzte die Verkäufe aus, die am 22. Januar ausliefen.

Um die Klage beizulegen, vereinbarten Jesky und DeStefano Berichten zufolge, den Gewinn in Höhe von umgerechnet  980.000 Euro zurückzuerstatten und 161.888 Euro an Strafen zu zahlen. Die Männer haben den Vorwurf weder gestanden noch geleugnet.

Die SEC äußert schon seit langem ihre Besorgnis über Betrug im Krypto-Raum. Im Mai startete die Regulierungsbehörde eine gefälschte Initial Coin Offering (ICO)-Webseite, um auf die typischen Warnzeichen von betrügerischen ICOs hinzuweisen und die Investoren-Aufklärung zu fördern. Obwohl der SEC-Vorsitzende Jay Clayton betonte, dass die Behörde die Akzeptanz neuer Technologien unterstützt, sagte er, dass sie Investoren auch dazu aufruft, sich zu informieren und zu verstehen, wie betrügerische Angebote aussehen.

Im April sagte der SEC-Kommissar Robert Jackson, dass der Krypto-Raum "voll von beunruhigenden Entwicklungen war, die wir bei der SEC gesehen haben, insbesondere der ICO-Bereich". Jackson glaubt jedoch nicht, dass das mehr Verbote oder Regulierungen bedeuten sollte, sondern vielmehr, dass man den Fokus auf den Schutz von Anlegern legen sollte, die in diesem Markt gefährdet werden".