Der amerikanische Zahlungsdienstleister Visa hat ein neues Netzwerk für den internationalen Zahlungsverkehr an den Start gebracht, das in Teilen auf Blockchain beruht. Dies berichtet Reuters am 11. Juni.

Das Netzwerk namens „Visa B2B Connect“ ist dabei speziell auf den internationalen Zahlungsverkehr von Finanzinstituten zugeschnitten und soll diesen dabei helfen, die Zahlungen ihrer Geschäftskunden über Landesgrenzen hinweg schneller und kosteneffizienter abzuwickeln.

Wie es in dem Bericht heißt, wird das Netzwerk zunächst in 30 Ländern genutzt und soll bis Ende 2019 auf 90 Märkte erweitert werden.

Das Visa B2B Connect basiert unter anderem auch auf der Blockchain-Technologie, wobei Elemente der Open-Source Blockchain von Hyperledger eingesetzt werden. Das Hyperledger-Projekt wird von einem Konsortium mehrerer Firmen entwickelt, das wiederum von der Linux Foundation angeführt wird.

Kevin Phalen, der Leiter von Visa Business Solutions, gibt gegenüber Reuters an, dass man sich für Blockchain entschieden habe, da die Technologie mehr Informationen pro Transaktion abbilden kann als andere Zahlungssysteme.

Das neue Netzwerk wurde in Zusammenarbeit mit dem IT-Konzern IBM, dem Zahlungsdienstleister Bottomline Technologies und der Fintech-Firma FIS entwickelt. Ursprünglich hieß es, dass Visa zunächst auch mit dem Blockchain-Entwickler Chain kooperiert haben soll.

Des Weiteren ist Visa zuletzt auch eine Partnerschaft mit der japanischen Zahlungs-App LINE eingegangen, um an einem gemeinsamen System zur Zahlungsabwicklung zu arbeiten.

Das Startup DataLight hat im laufenden Jahr eine Studie veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kommt, dass Bitcoin in 10 Jahren die großen Player Visa und MasterCard als führendes Zahlungssystem ablösen könne.

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