Investmentexperte über Bitcoin-Crash: „War es jemals sinnvoll, Amazons Aktien zu verkaufen?“

Bitcoin (BTC) Anleger sollten trotz momentaner Schwäche an der marktführenden Kryptowährung festhalten. Investmentexperte Mark Yusko sieht dafür gute Gründe.

Alle Indikatoren zeigen nach oben

In einem Interview mit CNBC verglich der Gründer und Chef-Investor von Morgan Creek Capital Management die bisherige Entwicklung von Bitcoin mit der Geschichte von Amazon.

Dabei entkräftigte er die etwaigen Befürchtungen, die aus dem jüngsten Absturz von Bitcoin entstanden sein könnten, wodurch am Donnerstag zuletzt ein Kurs von weniger als 8.000 US-Dollar zu Buche stand.  

Yusko hält den jeweiligen Tageskurs für vernachlässigbar, weshalb er vielmehr auf längerfristige Betrachtungszeiträume und andere wichtige Indikatoren verweist, die seiner Meinung nach ein positives Bild von Bitcoin zeichnen:

„Alle Indikatoren des Bitcoin-Netzwerkes verbessern sich laufend, wohingegen der Kurs eines jeden Vermögenswertes schwankend ist.“

In der Tat zeigen sich technische Indikatoren wie Hashrate, Transaktionsvolumen, Anzahl der Wallets in diesem Jahr weiterhin stark, was die These von Yusko stützt.

Langfristige Betrachtung ist der Schlüssel zum Erfolg

Daraus leitet er einen Vergleich zu Amazon ab. So hätte der Handelsriese in seiner Kursentwicklung ebenfalls viele Rückschläge, weshalb es aber nichtsdestotrotz zu jedem Zeitpunkt ein Fehler gewesen wäre, die Aktien des Onlinehändlers abzustoßen, angesichts dessen heutiger Vormachtstellung:

„Jedes Jahr hatte die Amazon Aktie bisher Phasen mit zweistelligen Verlusten. Die Differenz zwischen Hochs und Tiefs lag im Schnitt bei 31% und zwei Mal sogar bei 90%. Wäre es also sinnvoll gewesen, die Aktie zu verkaufen? Klares Nein!“

Tom Lee, der Chef-Analyst der Investmentberatung Fundstrat Global Advisors, hatte zuletzt prognostiziert, dass der Bitcoin-Kurs bald davon profitieren könnte, dass die amerikanischen Aktienmärkte wieder im Aufwind sind.