Bitcoin hat erfolgreich die Behauptung widerlegt, dass die eigene Hashrate plötzlich um 40% abgestürzt ist, da nur einen Tag später fast ein neues Rekordhoch erreicht werden konnte.

Von wegen Crash

Wie die Daten von Coin Dance zeigen, ist die Hashrate am 23. September zwar vorübergehend von 104 Trillionen Hashes pro Sekunde (h/s) auf nur noch 57 Trio. h/s abgefallen, konnte sich daraufhin allerdings direkt wieder erholen.

So hat sich die Bitcoin-Hashrate am darauffolgenden 24. September verdoppelt, wodurch 114 Trio. h/s erreicht werden konnten. Dieser Wert liegt unweit fern vom bisherigen Rekordhoch, das erst 10 Tage zuvor bei 121 Trio. h/s aufgestellt worden war.

Bitcoin network hash rate

Bitcoin Hashrate. Quelle: Blockchain.com

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, horchte die Krypto-Community auf, als es zu dem vermeintlichen Crash kam, da die Hashrate eine wichtige Kennzahl für die Gesundheit des Bitcoin-Netzwerkes ist. Die Hashrate gibt an, wieviel Rechenleistung dem Netzwerk für das Mining neuer Blöcke zur Verfügung steht, woran sich gleichzeitig wiederum ablesen lässt, wie groß das Interesse der Miner ist. Der plötzliche „Absturz“ der Hashrate sorgte dementsprechend für die Befürchtung, dass die Miner sich in großen Mengen zurückziehen, was fatale Folgen für Bitcoin hätte.

Dieses Horrorszenario schien sich zunächst zu bestätigen, da der Bitcoin-Kurs nur einen Tag später um satte 15% eingebrochen ist. Krypto-Experten hatten im Vorfeld wiederholt darauf hingewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Hashrate und Kursentwicklung gibt.

Bitcoin immer noch gesund

Allerdings kam es im Anschluss zur oben genannten Erholung bzw. Verdopplung der Hashrate, was die etwaigen Befürchtungen entkräftet. Einige Stimmen hatten bereits zuvor schon Entwarnung gegeben, als sie darauf hinwiesen, dass die Hashrate nicht zwangsläufig ein akkurater Maßstab für die Rechenleistung und das Mining-Interesse sein muss, da es sich hierbei lediglich um einen von mehreren Indikatoren handelt, der zu allem Überfluss auch noch seine ganz eigenen Schwachstellen hat.  

So können langsame Blockzeiten, also wenn die Produktion länger dauert als üblich, dazu führen, dass es zu Verzerrungen bei der Berechnung der Hashrate kommt, was wiederum ein scheinbares Tief auslösen kann, wie jüngst geschehen.

 Wenn die neuesten Zahlen stimmen, befindet sich wie Bitcoin Hashrate wieder auf dem Weg nach oben und könnte dadurch bald wieder ein Rekordhoch aufstellen. Es bleibt abzuwarten, ob die Kursentwicklung auch wieder nachziehen kann, da für Bitcoin zuletzt ein Minus von 21% zu Buche stand.

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