Jimmy Song sieht „Dezentralisierung“ als Erfolgsfaktor von Bitcoin

Die Stellung von Bitcoin (BTC) im Vergleich zu den Altcoins hat sich 2018 nachhaltig geändert, da die führende Kryptowährung sich in diesem Jahr deutlich vom Rest distanzieren konnte, wie der Bitcoin-Entwickler Jimmy Song in einem Blog-Eintrag vom 31. Dezember schreibt.

Song ist ein glühender Verfechter der Dezentralisierungs-Grundidee von Bitcoin, was er oft auch auf den sozialen Medien kundtut. Nun meint er auf Twitter, dass das vergangene Jahr gezeigt habe, „was Bitcoin-Fürsprecher schon von Beginn an predigen“.

„Bitcoin hebt sich ab, weil Bitcoin dezentralisiert ist“, wie er zusammenfassend meint. Und weiter:

„Die Vorteile der Dezentralisierung sind oftmals subtil und leicht von der Hand zu weisen, aber sie bietet tatsächliche Vorteile.“

Die Kritik am ICO-Markt wurde zuletzt lauter und nun stimmt auch Song in den Tenor mit ein. Dabei meint er, dass die großen Summen, die in solchen Projekten generiert werden, im starken Kontrast zu den wenigen ICOs steht, die ihre Vorhaben umsetzen, geschweige denn, ein relevantes Produkt auf den Markt bringen.

Den Widerspruch zwischen gesammeltem Investitionskapital und Produkterfolg sieht er in der Zentralisierung begründet, dazu meint er wie folgt:

„Im Jahr 2018 konnten wir feststellen, dass großes Interesse (an einem ICO-Projekt) nicht gleichzusetzen ist, mit wirklicher Marktrelevanz. Bitcoin konnte sich abheben, indem er Funktionen eingeführt hat, die wirklich nützlich sind, und keine Luftschüsse wie es bei vielen Altcoins der Fall ist.“

Song nennt Augur, eine Plattform für Marktprognosen, als eine der ICO Erfolgsgeschichten, obwohl diese lediglich 25 Besucher pro Tag verzeichnen kann, wovon jeder allerdings 3,65 Mio. US-Dollar Marktkapitalisierung ausmacht.

Diese Sichtweise auf ICOs vertreten jedoch nicht alle Experten, so meinte der BitMEX Geschäftsführer Arthur Hayes kürzlich gegenüber Cointelegraph, dass die Branche innerhalb der nächsten 18 Monate neue Kraft bekommen werde.

In einem anderen Interview entgegnete Jed McCaleb, Mitbegründer des Zahlungsdienstleisters Stellar, dass Finanzinstitute zukünftig nicht auf Bitcoin setzen würden.