WSJ: ETH in der

Die föderale Strafverfolgung Amerikas untersucht die zweitgrößte Kryptowährung der Welt Ethereum (ETH), wie das Wall Street Journal (WSJ) gestern, am 1. Mai berichtete. Laut dem Nachrichtendienst debattieren die Regulatoren, ob sie ETH nach dem Wertpapiergesetz der USA klassifizieren sollen.

WSJ zitiert Experten-Quellen auf dem Gebiet, die behauptet haben, dass der weltweit zweitgrößte Altcoin ETH sich in einer regulatorischen "Grauzone" bewegt. Das Hauptproblem dreht sich um die Art und Weise, wie ETH anfänglich ausgeteilt wurde. Der Verkauf des Altcoins begann im Juli 2014 und die Ethereum-Stiftung erhielt mit einem der ersten Initial Coin Offerings (ICO) weltweit über 31.000 BTC, die damals einem Wert von etwa 15,26 Mio. Euro entsprachen.

Da die Gelder zur Entwicklung der Ethereum-Plattform verwendet wurden, geben die Regulatoren laut dem WSJ zu bedenken, dass der ETH-Verkauf als vermeintlicher Wertpapierverkauf zu klassifizieren ist. Vor allem da Investoren die Coins in der Hoffnung auf zukünftige Wertsteigerungen gekauft hatten.

Wenn ETH tatsächlich als Wertpapier eingestuft wird, hätte er nach dem US-Bundesgesetz bereits 2014 bei der US-Finanzaufsichtsbehörde (SEC) registriert werden müssen, bevor er an amerikanische Investoren verkauft wurde.

Die Regulatoren überprüfen aktuell, ob die Ethereum-Stiftung noch immer in der Lage ist, den Wert des Coins zu beeinflussen.

Laut dem ehemaligen US-Regierungsberater Gary Gensler gibt es keinen "legalen Präzedenzfall" in der ETH-Angelegenheit. Letzte Woche verkündete Gensler in einer Rede nur, dass es "starke Argumente" dafür gibt, dass ETH ein "nichtkonformes" Wertpapier ist - also nicht bei der SEC registriert. Wie Cointelegraph jedoch ebenfalls berichtete, ist ETH laut Gensler eventuell in der Lage, die Klassifizierung als Wertpapier zu umgehen, da der Coin inzwischen durch Mining generiert wird.

Die Ethereum-Stiftung gab auf Genslers Behauptungen letzte Woche zurück, dass sie keine Kontrolle über Angebot und Nachfrage von ETH besitzt und weniger als 1 Prozent der Menge im Umlauf kontrolliert.

Laut dem WSJ haben hochrangige Vertreter der SEC und der CFTC eine Anhörung über mögliche Entwicklungen für den 7. Mai einberufen.

Erst letzten Monat trafen sich die VC-Investmentfirmen Andreessen Horowitz und Union Square Ventures ebenfalls privat mit der SEC, um eine regulatorische Ausnahmegenehmigung für ihre ICOs zu verhandeln.

ETH wird aktuell für rund 553 Euro (663 US-Dollar) pro Coin gehandelt und fiel so innerhalb der letzten 24 Stunden um beinahe 2 Prozent ab.