Zcash: Schwachstelle beseitigt und öffentlich gemacht

Eine Schwachstelle, die es einem Angreifer ermöglicht hätte, eine unendliche Menge an Zcash (ZEC) zu prägen, wurde von der Firma hinter dem Coin gepatcht und öffentlich bekannt gemacht. Das geht aus einem Post auf dem offiziellen Zcash-Blog vom 5. Februar hervor.

Ariel Gabizon, ein Entwickler bei Zerocoin Electric Coin Company - dem Start-up hinter der auf Datenschutz ausgerichteten Kryptowährung Zcash - entdeckte die Schwachstelle Berichten zufolge in der Nacht vor seinem Vortrag auf der Financial Cryptography 2018 Konferenz im März 2018. Gabizon kontaktierte Sean Bowe, einen Kryptographen bei Zcash Company, noch am selben Tag.

Die Behebung der Schwachstelle wurde in das Sapling-Netzwerk-Upgrade, das am 28. Oktober 2018 veröffentlicht wurde, heimlich mit aufgenommen, um eine Ausnutzung zu verhindern. Der Bug war in der Variante von zk-SNARKs enthalten - der Art von Kryptographie, die Anonymität bei geschützten Zcash-Transaktionen gewährt - und wurde von anderen Projekten unabhängig implementiert.

Die Blockchains von Horizen (ehemals ZenCash) und Komodo litten beide unter der gleichen Schwachstelle. Berichten zufolge hat das Zcash-Team "Mitte November dem Horizen-Sicherheitsteam und den Entwicklern von Komodo per verschlüsselter E-Mail die Auswirkung des Problems und die Lösung dafür mitgeteilt". Im Beitrag heißt es:

"Es scheint, dass sowohl Horizen als auch Komodo angemessene Maßnahmen ergriffen haben, so wie wir es empfohlen haben."

Wie Cointelegraph im März letzten Jahres berichtete, äußerte der amerikanische Whistleblower Edward Snowden Bedenken in Bezug auf die langfristige Perspektive von Bitcoin. Dabei sprach er über den mangelhaften Datenschutz und bezeichnete Zcash aufgrund seiner Anonymität als den interessantesten Altcoin auf dem Markt.

Außerdem wurde im Februar 2018 in einer Anlagethese von Grayscale Investments prognostiziert, dass der Wert von Zcash bis 2025 auf über 54.000 Euro steigen könnte. Dabei wird angenommen, dass der Coin zu diesem Zeitpunkt 10 Prozent des gesamten Offshore-Vermögens ausmachen wird.