Kürzlich hat die Zentralbank von Zimbabwe allen heimischen Finanzdienstleistern ein allgemeingültiges Verbot für den Handel mit Kryptowährungen ausgesprochen, wie lokale Medienanstalt NewsDay am 12. Mai berichtete.

Dem Bericht zufolge hat Norman Mataruka, Direktor der Reserve Bank of Zimbabwe (RBZ) und Registervorsitz der Bankinstitute, am Freitag eine Anordnung erlassen, die alle Finanzdienstleister dazu anweist, innerhalb von 60 Tagen jegliche Dienstleistungen für Kryptowährungsbörsen einzustellen. Des Weiteren sollen alle damit in Verbindung stehenden Konten aufgelöst werden.

Den Finanzinstituten wurde aufgetragen, “sicherzustellen, dass sie virtuelle Währungen in keinster Weise nutzen, handeln, halten und/oder transferieren”, was sowohl im Bezug auf Unternehmen als Personen gilt.

Zur Erklärung seiner Entscheidung hob Mataruka hervor, wie eng die Verflechtung zwischen Kryptowährungen und dem traditionellen Fiat-Geldsystem ist. In diesem Zusammenhang fügte er hinzu, dass die RBZ „die Verpflichtung zur Wahrung der Integrität des Zahlungssystems habe“ und dies könne für Krypto nicht gewährleistet werden.

NewsDay berichtet, dass das RBZ Aufsichtsratsmitglied John Mangudya die Öffentlichkeit zuvor schon in einem separaten Statement gewarnt hatte, dass Individuen, die mit Kryptowährungen handeln, dies „auf eigene Gefahr“ tun:  

„Jegliche Person, die Kryptowährungen kauft, verkauft oder anderweitig mit diesen handelt, egal ob online oder sonstig, tut dies auf eigene Gefahr und hat keinerlei Ansprüche gegenüber der Zentralbank oder anderen regulierenden Aufsichtsbehörden des Landes.”

Im November 2017 veröffentlichte Cointelegraph einen Artikel, in dem die RBZ damals erwägte Kryptowährungen wie Bitcoin als illegales Zahlungsmittel einzustufen, solange bis die Finanzbehörden rechtliche Rahmenbedingungen für Kryptowährungen schaffen.

Anfang April  kündigte die indische Zentralbank (RBI) ein ähnliches Verbot an, als sie allen Instituten in ihrem Wirkungsbereich untersagte, mit Krypto basierten Unternehmen oder Individuen zu handeln.

Der Schritt der RBZ folgt kurz nach einer Warnung der Zentralbank von Kenia (CBK), die einen Erlass gegen den Handel mit Krypto verfasste. Insbesondere gegen die damit einhergehenden Risiken wie Betrug, Hacking oder Datenverlust.

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