Der bekannte Bitcoin Fürsprecher Tim Draper vermutet, dass seine eigene Kursprognose von 250.000 US-Dollar wahrscheinlich noch zu niedrig ist.
„Potenzial von Bitcoin liegt höher“
Zu der entsprechenden Einschätzung gelangte der amerikanische Großinvestor am 13. September im Interview mit dem Krypto-Nachrichtenportal Blocktv. Hier bekräftigte er erneut seine Überzeugung von der marktführenden Kryptowährung und prognostizierte, dass die Annahme durch den Mainstream den Bitcoin-Kurs unweigerlich noch viel höher heben wird.
So meinte Draper wortwörtlich:
„Ein Kurs von 250.000 US-Dollar würde bedeuten, dass Bitcoin ca. 5% Marktanteil unter allen Währungen der Welt haben würde, aber ich vermute, dass das Potenzial von Bitcoin noch höher liegt.“
Massentauglichkeit ist der Schlüssel
Laut Draper liegen Fiatwährungen weiterhin in der Gunst der Menschen, da sie sich viel leichter als Zahlungsmittel eignen. In diesem Zusammenhang bemängelte der Großinvestor, dass die Benutzerfreundlichkeit von Bitcoin die große Hürde zur Massentauglichkeit sei, da „die Entwickler es nicht leicht genug gemacht haben, dass jeder Bitcoin nutzen kann“.
Langfristig wird Bitcoin allerdings die Nase vorn haben, da Fiatwährungen zwangsläufig unter dem Einfluss von Regierungen und deren politischen Entscheidungen stehen, was Draper als Gefahr sieht. Gleichsam würden Fiatwährungen wohl oder übel zunehmend entwertet, da die Geldmenge nicht begrenzt ist, wie es bei Bitcoin der Fall ist.
Dahingehend sieht er Argentinien als interessanten Feldversuch für Bitcoin, da viele kleine und mittelständische Unternehmen des südamerikanischen Landes bereits reale Verluste hinnehmen müssen, weil die Landeswährung immer weiter abgewertet wird. Hier könnte die marktführende Kryptowährung Abhilfe schaffen.
Selbst in stabilen Ländern wie der USA sieht Draper dennoch Platz für Bitcoin, da auch hier die Bevölkerung immer weniger Vertrauen in Politik und Zentralbank hat, weshalb das Interesse an einer dezentralisierten Währung zunimmt.
Seine neue Einschätzung, dass der Bitcoin-Kurs künftig noch viel stärker wachsen wird als bisher vermutet, widerspricht der letzten Prognose, die Draper abgegeben hat, denn zuletzt hatte er sich etwas vorsichtig gezeigt. Noch am 9. August hatte der Großinvestor seine Kursprognose von 250.000 US-Dollar korrigiert, indem er den Zeitpunkt dieser Marke auf das 1. Quartal 2023 verschob, während er zuvor immer wieder einen früheren Zeitraum genannt hatte.
Am 9. September ist Tim Draper in den Aufsichtsrat des auf EOS ausgerichteten DApp-Entwicklers MakeSense Labs eingetreten.
Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.