89% der chinesischen Blockchain-Firmen haben sich an eigener Kryptowährung versucht

89% aller chinesischen Blockchain-Unternehmen sollen versucht haben, eine eigene Kryptowährung auf den Markt zu bringen, wie der Leiter eines chinesischen Blockchain-Verbandes angibt.

Yedong Zhu, der Präsident des Pekinger Verbandes für Blockchain-Anwendungen (BBAA), legte am 21. November auf dem staatlichen Fernsehsender CCTV offen, dass der Großteil aller chinesischen Blockchain-Unternehmen im Bereich Kryptowährungen arbeiten.

Der entsprechende CCTV-Bericht führte neben den Aussagen von Zhu auch eine neue Studie der chinesischen Zentralbank (PBoC) an.

Die Studie namens „Bluebook on Blockchain“, die neben der Zentralbank noch von fünf weiteren Instituten verfasst wurde, deckt auf, dass es in China insgesamt 28.000 Blockchain-Unternehmen geben soll.

Zu den weiteren Autoren der Studie gehört die chinesische Akademie für Sozialwissenschaften, der chinesische Verband für Zahlungsdienstleistungen, der oben genannte Pekinger Verband für Blockchain-Anwendungen und der chinesische Wissenschaftsverlag für Sozialwissenschaften.

Großteil spezialisiert sich auf Kryptowährungen

Laut dem BBAA Präsidenten Zhu haben sich nur 4.000 Unternehmen auf eine reine Nutzung der Blockchain-Technologie spezialisiert, während die verbleibenden 24.000 Unternehmen versucht haben sollen, eine eigene Kryptowährung herauszugeben.

Die neue Studie und die Aussagen von Zhu stehen vor dem Hintergrund eines momentanen Blockchain-Hypes, der im Reich der Mitte durch Chinas Präsidenten Xi Jinping losgetreten wurde, nachdem dieser im Oktober gefordert hatte, dass sich sein Land für die Blockchain-Technologie öffnen müsse. 

Im Anschluss an diesen Blockchain-Hype übten die chinesischen Aufsichtsbehörden nun allerdings Druck auf die heimische Kryptobranche aus. So kündigte die chinesische Zentralbank am 21. November an, dass sie zukünftig gegen verstärkt gegen Kryptobörsen vorgehen will. Die Behörden der Provinz Shenzhen hatten daraufhin am 22. November bekanntgegeben, dass mindesten 39 chinesische Kryptobörsen gegen das bestehende Krypto-Verbot verstoßen.

Die staatlichen Medien des Landes warnen derweil, dass sich der Blockchain-Hype lediglich auf die Blockchain-Technologie konzentrieren solle und nicht auf Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC).

Provinzen Shenzhen und Guangdong sind führend

Der Großteil aller Blockchain-Unternehmen ist laut Studie in den Provinzen Guangdong und Shenzhen ansässig.

Außerdem gibt der CCTV-Bericht an, dass durch Online-Betrug in China bereits ein Schaden in Höhe von 15,6 Mrd. US-Dollar angerichtet wurde.