Zum Herbstanfang kündigte die Bank von Japan an, 2021 einen Konzeptnachweis für eine digitale Zentralbankwährung zu erproben. Inzwischen kamen weitere Einzelheiten über die Entwicklungspläne und die Zusammenarbeit der Institution heraus. Es gibt Hinweise darauf, dass der Privatsektor zumindest in der Testphase eine vorrangige Rolle spielen wird.

Heute Morgen berichtete Reuters, dass der CEO des japanischen Finanzdienstleistungsriesen Monex Inc. die proaktivere Haltung der Zentralbank gegenüber digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) begrüße.

Der CEO Oki Matsumoto argumentierte, dass jeder Schritt in Richtung einer Einführung einer CBDC positiv für die Digitalisierung der japanischen Wirtschaft wäre und diese effizienter machen würde. Darüber hinaus glaubt Matsumoto, dass es auch einen Vorteil für den Sektor der digitalen Währung abseits der Banken sei:

"CBDCs werden die Interoperabilität der Kryptowährungen erheblich verbessern. Es würde den Kryptowährungsmarkt lebendiger machen."

Für Matsumoto ist die Tatsache, dass viele kleinere Kryptobörsenmakler keine Bankkonten haben, eine Grenze und ein Hindernis für Händler, die ihre Krypto-Vermögenswerte in Fiat-Geld umwandeln wollen. Mit einer CBDC in Japan wäre ihm zufolge eine reibungslosere Konvertierung zwischen Krypto und legalen Angeboten innerhalb einer "digital-freundlichen" Plattform möglich.

Monex Inc. übernahm die japanische Kryptobörse Coincheck im Frühjahr 2018, kurz nachdem die Plattform gehackt wurde. Über 500 Mio. US-Dollar wurden dabei gestohlen.

Monex ist nach wie vor im Bereich der digitalen Vermögenswerte aktiv und bewarb sich im vergangenen Jahr um eine Mitgliedschaft in der Libra Association, dem leitenden Konsortium für den geplanten globalen Stablecoin von Facebook.

Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.