Afrika: Zentralbank von Malawi erkennt Kryptowährungen nicht an, warnt vor Risiken

Die Zentralbank von Malawi hat verkündet, dass Kryptowährungen in dem afrikanischen Land nicht als legales Zahlungsmittel anerkannt werden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Nyasa Times am 27. Mai.

Die „Reserve Bank of Malawi” (RBM) hat demnach verlauten lassen, dass Kryptowährungen in Malawi nicht als anerkannte Währung gelten und dementsprechend auch kein Ersatz für die Landeswährung Malawi-Kwacha (MWK) sind.

Dahingehend warnt die Zentralbank gleichsam, dass die Regierung keinerlei Investitionen in Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) gutheißt, wie RBM Gouverneur Dalitso Kabambe heute mitgeteilt hat.

Demnach hat der Gouverneur gewarnt, dass alle Krypto-bezogenen Aktivitäten, darunter der Kauf, Handel oder Einsatz als Zahlungsmittel, jeweils auf eigene Gefahr geschehen. Kabambe betont, dass es keine Regierungsbehörde gibt, die den Krypto-Handel beaufsichtigt oder die angehörige Branche reguliert.

In diesem Zusammenhang weist der Gouverneur explizit auf die Risiken von Krypto-Investitionen hin, die er besonders in Geldwäsche, Hacker-Angriffen und betrügerischen Aktivitäten sieht.

Des Weiteren gibt Kabambe an, dass es in dem Land keine zugelassene Kryptobörse gibt, was ein zusätzliches Risiko für Anleger aus Malawi bedeutet, die in Kryptowährungen investieren wollen.

Laut Bericht sah sich die RBM auf Grund des aufkeimenden Interesses der Bevölkerung am Thema Kryptowährungen dazu gezwungen, die heutige Stellungnahme abzugeben. So hätte es zuletzt zunehmende Anfragen gegeben.

Nichtsdestotrotz gesteht Kabambe ein, dass die Zentralbank das Potenzial der Blockchain, also der technischen Grundlage der Kryptowährungen, anerkennt, da diese auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt werden könne. Demnach will sein Institut die weiteren Entwicklungen der Technologie beobachten und in der Zukunft gegebenenfalls eine neue Position dazu ausloten, falls nötig.

Anfang des Jahres hat die südafrikanische Zentralbank wiederum ein Papier vorgelegt, in dem es heißt, dass die Regierung bisher noch nicht plant, den Krypto-Handel zu verbieten.