Angebliches Bitcoin-Schneeballsystem von US-Gericht gestoppt

Ein US-amerikanisches Gericht hat den Aufsichtsbehörden eine einstweilige Verfügung gegen ein mutmaßliches Bitcoin (BTC)-Ponzi-System erlassen, das Berichten zufolge Anleger um Mittel in Höhe von 11 Mio. USD betrogen hat.

In einer Klage beim US-Bezirksgericht in Nevada vom 6. Dezember entschied Richter Jennifer A. Dorsey zugunsten von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und gegen die Circle Society zusammen mit ihrem Betreiber David Saffron.

CFTC gewinnt einstweilige Verfügung gegen CIrcle Society

"... Ich bin der Meinung, dass dies ein angemessener Fall ist, um eine einstweilige Verfügung und andere gerechte Erleichterungen zu erlassen, um den Status Quo zu erhalten, Kunden vor weiteren Verlusten und Schäden zu schützen und der Kommission die Erfüllung ihrer gesetzlichen Pflichten zu ermöglichen", schrieb Dorsey.

Nun werden die Vermögenswerte von Circle eingefroren und die CFTC kann ihre Finanzunterlagen einsehen, bevor weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden.

Die CFTC hatte ursprünglich Ende September gegen Circle Society und Saffron Anklage erhoben, nachdem sich die Anleger beschwert hatten, dass letztere ein Bitcoin-Angebot für binäre Optionen im Wert von 11 Millionen US-Dollar betrügerisch aufrechterhalten hätten. Zu dieser Zeit verglich die Aufsichtsbehörde die Aktivitäten des Unternehmens mit einem Schneeballsystem. In einer Pressemitteilung vom Oktober hieß es:

„Der Beschwerde zufolge haben die Angeklagten auf betrügerische Weise Gelder von mindestens vierzehn Mitgliedern der Öffentlichkeit angefordert, um an einem Pool teilzunehmen, der von der Circle Society betrieben wird. Diese Entität wurde von Saffron gegründet und für ihre betrügerischen Zwecke verwendet, indem sie falsche Behauptungen über Saffrons Expertise machten und garantierte Rendieten von bis zu 300% versprachen."

Die USA streben Kryptoverkäufe an

Die Ereignisse unterstreichen die zunehmend beharrliche Haltung der CFTC und ihrer Kollegen der SEC in Bezug auf Kryptowährungsaktivitäten, die nicht dem Gesetz entsprechen.

Wie Cointelegraph bereits berichtet hat, wirken sich Durchsetzungsmaßnahmen auch auf legitime Unternehmen aus, wobei die Aufsichtsbehörden die Praktiken im Zusammenhang mit dem Verkauf von Token über ICOs im Auge behalten

Dazu gehört das kanadische Messaging-Unternehmen Kik, das 2017 nach einem langwierigen Rechtsstreit mit der SEC um seine ICO fast den Betrieb eingestellt hätte.